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Neue Materialien, innovative Gewebe, frische Farben oder Schnitte... Das sind normalerweise die Stellschrauben, an denen die Entwickler von Wettkampfanzügen drehen, um mal wieder die neusten Suits auf den Markt zu bringen. Mit arena startet nun aber einer der großen Hersteller eine echte Revolution: Der neue "Carbon Duo" Suit der Marke mit den drei Diamanten ist der erste Wettkampfanzug, der nicht aus einem Stück sondern zwei separaten Teilen besteht.

Dabei wird ein Racing Suit, der ähnlich wie ein herkömmlicher Badeanzug beinfrei geschnittenen ist, mit einer knielangen Hose kombiniert, die den von den Herren bekannten Jammern ähnelt, jedoch deutlich weiter bis zum Bauchnabel reicht. Da stellt sich natürlich die Frage: Warum das Ganze?

Durch die Teilung von Ober- und Unterteil soll der Anzug insgesamt besser auf die individuellen Körperproportionen der Schwimmerinnen angepasst werden können. Für Anzug und Hose lassen sich jeweils unterschiedliche Größen wählen, sodass am Ende bis zu 49 verschiedene Größenkombinationen möglich sind. 

Damit können die Anzüge nicht nur passend zum eigenen Körper sondern auch entsprechend des persönlichen Geschmacks gestaltet werden. Die Ober- und Unterteile gibt es in jeweils drei verschiedenen Farben. Damit sind insgesamt neun Kombinationsmöglichkeiten verfügbar. Anzug und Hose können dafür auch getrennt erworben werden. "Der Preis liegt bei 200 Euro pro Teil", so arena

Auch beim Schwimmen soll das Konzept Vorteile mit sich bringen. "Es wird weniger Druck auf die Schultern und den Oberkörper ausgeübt und das leichte, flexible Gewebe sorgt für große Bewegungsfreiheit", erläutert der Hersteller. "Beim Wenden bewegt sich das System mit der Athletin ähnlich wie ein Gelenk: Die beiden Teile gleiten reibungslos übereinander."

Ein Wettkampfanzug mit Ober- und Unterteil - das hat der moderne Schwimmsport tatsächlich noch nicht gesehen. Wichtig ist da natürlich, dass das Ganze auch den Regularien des Weltverbandes entspricht. "Der Carbon Duo wurde von der FINA genehmigt, wenn Badeanzug und Jammer zusammen getragen werden. Beide Teile sind mit dem FINA-Code versehen", erklärt arena zu diesem Thema.

Alles in allem klingt es durchaus nach einem interessanten Konzept. Ob es sich in der Praxis bewährt, werden wir für euch unabhängig testen. Die Ergebnisse lest ihr dann demnächst hier auf www.swimsportnews.de 

Bilder: arena