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(25.01.2019) Der Deutsche Schwimm-Verband hat die Nominierungskriterien für die Saisonhöhepunkte des Jahres 2019 veröffentlicht. Darin enthalten sind auch die Normzeiten für die Schwimm-WM 2019, die Kurzbahn-WM 2019 und die internationalen Nachwuchshöhepunkte des Jahres.

Nach dem Wechsel an der Spitze der Nationalmannschaft durch den Rücktritt von Chef-Bundestrainer Henning Lambertz gibt es bei den Nominierungsrichtlinien im Vergleich zu den zurückliegenden Jahren einige Veränderungen. So wurden die Normzeiten sowohl in der offenen Klasse als auch im Juniorenbereich spürbar entschärft. Zudem entfallen die bisher geforderten Vorlaufnormzeiten und die leichteren Normen für U23-Schwimmer. Die kompletten Normzeiten für die Schwimm-WM 2019 sind unter diesem Link zu finden: Die DSV-Normzeiten für die Schwimm-Weltmeisterschaften 2019

Obwohl die Normen leichter sind als in den zurückliegenden Jahren, wird die WM-Qualifikation für die DSV-Athleten kein Selbstläufer. So sind die geforderten Zeiten über die 100 und 200m Brust der Damen zum Beispiel schneller als die aktuellen Deutschen Rekorde.

"(Die Normen) orientieren sich an Platz zwölf (im Vorlauf) der vorangegangenen drei Meisterschaften auf Weltniveau (Weltmeisterschaften und Olympische Spiele) sowie dem Mittelwert von Platz 16 der bereinigten Weltbestenliste der letzten drei Jahre unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Wettbewerbsdichte in den verschiedenen Disziplinen", erklärt der DSV auf seiner Verbandsseite.

Der Qualifikationszeitraum für die Schwimm-Weltmeisterschaften 2019 hat bereits begonnen. Die vom DSV angesetzten Qualifikationszeiten müssen vom 21. Januar bis 30. April einmalig bei einem vom Weltverband FINA genehmigten Wettkampf unterboten werden, um sich für die WM in Südkorea zu qualifizieren. Pro Strecke stehen maximal zwei Startplätze zur Verfügung. Sollten diese innerhalb des ersten Qualifikationsfensters nicht ausgeschöpft werden, können sich Schwimmer, die die Normen bis zum 12. Mai erfüllen, in einem zweiten kurzen Nominierungszeitraum für die noch freien WM-Startplätze empfehlen.

Die Nominierung für die WM-Staffeln erfolgt auf Basis der bis zum 30. April erzielten Ergebnisse. Die Staffeltickets gehen an die jeweils vier zeitschnellsten Schwimmer über die 100 und 200m Freistil, um die Freistilstaffeln zu besetzen, sowie an die jeweils schnellsten Athleten über die 100m in den einzelnen Schwimmarten für die Lagenstaffeln.

Voraussetzung ist, dass die Athleten in der Addition ihrer Einzelzeiten die vom DSV geforderten Staffelnormzeiten unterboten haben. Diese wurden im Gegensatz zu den Einzelnormen deutlich verschärft, was zum Teil auch daran liegt, dass der für das Erreichen der Staffelnormen bisher angesetzte "Wechselbonus" von 1,5 Sekunden wegfällt. Über die 4x200m Freistil der Damen liegt die Normzeit nun mehr als zehn Sekunden unter der Vorjahresnorm und setzt voraus, dass alle Athletinnen im Durchschnitt unter die Zwei-Minuten-Marke schwimmen können.

"Mit den Nominierungskriterien bei den Männern und Frauen zu den Weltmeisterschaften 2019 wird weiterhin ein hoher Normanspruch formuliert. Inklusive der Staffelnormen ermöglichen sie uns, die DSV-Nationalmannschaft perspektivisch neu zu formieren, indem Athleten mit Medaillenpotenzial, Athleten mit Finalchancen und Athleten mit einer Entwicklungsperspektive für den Zyklus 2021 bis 2024 in die Nationalmannschaft integriert werden können“, so Thomas Kurschilgen, Direktor Leistungssport im DSV.

Neben den über die Normzeiten für die Weltmeisterschaften qualifizierten Athleten können noch freie Startplätze zudem mit weiteren Athleten im Ermessen der sportlichen Führung der Nationalmannschaft besetzt werden. Darüber entscheiden der DSV-Leistungssport Thomas Kurschilgen und der neue Team-Chef Bernd Berhkahn nach Beratung mit dem Nominierungsausschuss.

Die kompletten Nominierungskriterien sowie Normzeiten für die Jahreshöhepunkte 2019 sind hier zu finden: