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(08.07.2018) Mit vier Medaillen und zwei deutschen Altersklassenrekorden hat sich das DSV-Team von den Junioren-Europameisterschaften aus Helsinki verabschiedet. Insgesamt standen die deutschen Talente damit in den zurückliegenden Tagen 16 Mal auf dem Podest. Auch im letzten Finalabschnitt zeigten sie noch einmal starke Leistungen.

Zu einem echten Krimi entwickelte sich die 4x200m Freistilstaffel der Damen. Lange Zeit kämpften vier Teams um die Medaillen und den Titel. Nachdem Yara Sophie Hierath (2:01,32), Celine Rieder (2:02,08) und Hannah Küchler (2:01,03) ihre Teilstrecken absolviert hatten, führte das deutsche Team mit hauchdünnen acht Hundertstelsekunden vor den Ungarinnen, für die nun Ajna Kesely ins Wasser ging, während beim deutschen Team die frisch gebackene Junioren-Europameisterin über die Einzelstrecke, Isabel Gose, auf dem Block stand.

Die Entscheidung entwickelte sich zu einem weiteren Duell der beiden Dauerkonkurrentinnen. Im Einzelfinale hatte die 16-jährige DSV-Schwimmerin sich knapp gegen Kesely durchsetzen können und in 1:57,95 Minuten wuchs Gose heute wieder erneut über sich hinaus. Doch Kesely hielt stark dagegen und war in 1:57,73 Minuten diesmal sogar noch einen Tick schneller, sodass die ungarische Staffel am Ende in 8:02,24 Minuten dem deutschen Team um gerade einmal 1,4 Zehntel den Titel wegschnappte.

Diese Spannung zog sich weiter ins letzten Finale der Junioren-EM 2018. Über die 4x100m Lagen der Herren war zwar die Staffel aus Russland in 3:35,58 Minuten eine Klasse für sich und schwamm bis auf 3,4 Zehntel an den Junioren-Weltrekord heran. Dahinter schlugen jedoch insgesamt vier Staffeln innerhalb von nur vier Zehnteln an und das schnellste Quartett kam in 3:39,16 Minuten aus Deutschland. 

Als Startschwimmer stellte dabei der Leipziger Michael Schäffner in 54,83 Sekunden einen neuen Deutschen Altersklassenrekord bei den 18-Jährigen auf. Auch Lucas Matzerath (1:01,74), Maurice Ingenrieth (53,45) und Peter Varjasi (49,16) zeigten starke Vorstellungen und sicherten dem Team aus Deutschland so die Silbermedaille in einem engen Finale.

Silber und Altersklassenrekord hatte es zuvor auch für Maya Tobehn gegeben. Über die 50m Schmetterling knackte sie zunächst im Halbfinale in 26,70 Sekunden die deutsche Bestmarke bei den 16-Jährigen. Im Endlauf sicherte sich die Berlinerin dann in 26,78 Sekunden den zweiten Platz hinter der Weißrussin Anastasiya Shkurdai (26,44). 

Die erste deutsche Medaille des Tages ging zum Abschluss der Junioren-EM 2018 auf das Konto von Anna Elendt. Über die 100m Brust schnappte sich die Darmstädterin in 1:08,68 Minuten nur Hundertstelsekunden vor den Verfolgerinnen die Bronzemedaille. Neue Junioren-Europameisterin wurde Kotryna Teterevkova (1:08,03) aus Litauen.

In den weiteren Finals gab es über die 100m Rücken für Barbara Schaal (1:02,21) und über die 200m Lagen für Yara Sophie Hierath (2:17,03) jeweils den fünften Platz. In den Halbfinals über die 50m Freistil landeten Peter Varjasi (23,01) und Rafael Miroslaw (23,63) auf den Plätzen 11 und 16. Gold ging hier später an den Schweden Björn Seeliger in 22,27 Sekunden.

Vier weitere Entscheidungen gingen ohne DSV-Beteiligung über die Bühne. Hier sicherte sich allein der Ungar Kristof Milak innerhalb weniger Minuten zwei Titel, er gewann die 200m Freistil (1:47,19) und kurz darauf auch die 100m Schmetterling (51,78). Die 400m Lagen gingen an Maksim Stupin (4:16,79) aus Russland. Sein Teamkollege Vladislav Gerasimenk (1:01,36) gewann die 100m Brust. 

Links zur Junioren-EM 2018: