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(06.07.2018) Die deutschen Nachwuchsschwimmer haben ihre Medaillenausbeute bei den Junioren-Europameisterschaften in Helsinki am Freitag auf neun Podestplätze gesteigert. Erneut waren es die DSV-Damen, die für Glanz sorgten.

Über die 1500m Freistil sicherte sich Celine Rieder ihre zweite Silbermedaille bei dieser Junioren-EM. Obwohl ihr Fokus auf der Schwimm-EM der Erwachsenen in einem Monat liegt, kam die Neckarsulmerin dabei in 16:25,05 Minuten bis auf knapp acht Zehntel an ihre persönliche Bestzeit von der Schwimm-DM 2017 heran. Schneller war wie schon über die 800m-Strecke die Ungarin Ajna Kesely, die ihren Rang als "DSV-Schreck" erneut untermauerte. In 16:21,19 Minuten holte sie einen weiteren souveränen Sieg. Insgesamt verwies die 16-Jährige bereits viermal die deutschen Athletinnen auf den zweiten Platz.

Am Samstag kommt es zu einer weiteren Auflage von Kesely vs. DSV-Schwimmerin: Über die 200m Freistil trifft sie auf Isabel Gose, die sich heute als Schlussschwimmerin der deutschen Lagenstaffel ihre vierte Medaille in Helsinki holte. Gemeinsam mit Barbara Schaal (1:01,98), Anna Elendt (1:07,94) und Maya Tobehn (1:01,01) schwamm Gose (55,66) zu Bronze. In 4:06,59 Minuten musste das DSV-Quartett nur Großbritannien (4:02,48) und Russland (4:04,52) den Vortritt überlassen.

Großes Pech hatte heute hingegen Lucas Matzerath. Der Frankfurter hatten den Sprung ins Finale über die 50m Brust geschafft und verbesserte seine persönliche Bestzeit um mehr als zwei Zehntel auf 28,24 Sekunden. Damit schrammte der 18-Jährige aber dennoch nur um hauchdünne drei Hundertstel am Podest vorbei. Den Sieg in dem äußerst engen Rennen sicherte sich der Russe Vladislav Gerasimenko in 28,01 Sekunden.

Für das Finale über die 50m Rücken hatten sich gleich zwei DSV-Schwimmerinnen qualifiziert. Barbara Schaal wurde in 28,80 Sekunden Fünfte und Lena Riedemann (28,99) landete auf Rang acht. Auch hier ging Gold nach Russland. Daria Vaskina stellte in 27,90 Sekunden einen neuen Junioren-Europarekord auf. 

Über die 200m Schmetterling schwamm der Berliner Maurice Ingenrieth in 1:59,99 Minuten auf Platz sieben. Den Titel sicherte sich der ungarische Top-Favorit Kristof Milak in überlegenen 1:53,94 Minuten mit knapp zweieinhalb Sekunden Vorsprung auf den Rest des Feldes. 

Für Peter Varjasi gab es in den zurückliegenden Tagen bereits zwei Medaillen mit den Freistilstaffeln. Heute stand er im Endlauf über die 100m Einzelstrecke auf dem Block. In 50,15 Sekunden wurde er Siebter und kam leider nicht an seine Leistungen als Staffelstartschwimmer heran, mit denen er Chancen auf das Podest gehabt hätte. Ganz oben auf dem Siegertreppchen durfte sich Tomer Frankel (49,23) aufstellen.

Isabel Gose kann wie gesagt am Samstag nach ihrer fünften JEM-Medaille greifen. Nachdem sie mit den beiden 4x100m-Freistilstaffeln und über die 400m Freistil bereits Silber geholt hatte, steht sie morgen im Endlauf über die 200m Freistil. In 2:00,53 Minuten kam sie als Drittschnellste des Halbfinals weiter. Die Bahn vier sicherte sich mal wieder Ajna Kesely. Goses Teamkollegin Yara Sophie Hierath verpasste das Final als Neunte in 2:01,67 Minuten nur um zwei Hundertstelsekunden.

Etwas mehr Glück hatte Maya Tobehn. Ihr gelang als Achte über die 100m Schmetterling in 1:00,79 Minuten mit drei Hundertsteln Vorsprung auf Platz neun der Einzug in den Endlauf.

Drei Finals fanden heute ohne deutsche Beteiligung statt. Die 200m Lagen entschied der Brite Thomas Dean mit neuem JEM-Rekord in 1:59,17 Minuten klar für sich. Über die 200m Brust gewann die Russin Anastasia Makarova in 2:26,29 Minuten. Für eine kleine Überraschung sorgte über die 4x200m Freistil die Staffel aus Israel, die in 7:16,28 Minuten klar vor Russland anschlug.

Links zur Junioren-EM 2018: