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(06.07.2018) Die deutschen Nachwuchsschwimmer lassen es derzeit bei den Junioren-Europameisterschaften in Helsinki krachen. Nach zwei Tagen hat das DSV-Team bereits sieben Medaillen auf dem Konto. Für ein echtes Ausrufezeichen sorgten am Donnerstag die jungen Freistilsprinter.

Gemeint ist damit nicht nur, dass sie sich Silber in der gemischten 4x100m Freistilstaffel sicherten und dabei sogar das hoch favorisierte Team aus Russland an den Rande einer Niederlage brachten. Noch imposanter ist die Zeit, die am Ende auf der Tafel stand.

Mit ihrer Leistung von 3:28,97 Minuten unterboten Peter Varjasi, Rafael Miroslaw, Isabel Gose und Maja Tobehn nämlich den Deutschen Rekord um zwei Hundertstelsekunden. Den Deutschen Rekord der offenen Klasse, wohlbemerkt.

Die im Durchschnitt erst 16,75 Jahre junge DSV-Staffel schnappte sich damit die Bestmarke, die bisher von Christoph Fildebrandt, Marco di  Carli, Alexandra Wenk und Marlene Hüther gehalten wurde - allesamt Olympia- bzw. WM-Teilnehmer. Aufgestellt hatten diese die Zeit von 3:28,99 Minuten bei der WM 2015 in Kasan.

Auch die Einzelleistungen der jungen DSV-Athleten können sich durchaus sehen lassen. Mit 49er Zeiten führten Varjasi (49,45) und Miroslaw (49,16) das Team an. Gose und Tobehn schwammen hinten drauf jeweils 55,18 Sekunden. Nicht umsonst stehen zwei der vier - Peter Varjasi und Isabel Gose - bereits im deutschen Aufgebot für die Schwimm-Europameisterschaften der Erwachsenen in einem Monat. 

Links zur Junioren-EM 2018: