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(04.07.2018) Von Mittwoch bis Sonntag wollen es die Spitzentalente des Kontinents mal wieder krachen lassen. Bei den Junioren-Europameisterschaften in Helsinki (Finnland) werden insgesamt 600 junge Schwimmtalente aus 46 Ländern an den Start gehen.

Nachdem die Junioren-EM im vergangenen Jahr erstmals ohne deutsche Beteiligung stattfand, ist das DSV-Team diesmal wieder in Mannschaftsstärke dabei. Insgesamt 22 Nachwuchsathleten sind nach Finnland gereist und das Team hat einige heiße Eisen im Feuer.

Mit dabei sind so zum Beispiel Isabel Gose und Celine Rieder, die einen Monat später auch bei den Europameisterschaften der Erwachsenen in Glasgow an den Start gehen werden. Da die EM der "Großen" für sie aber Priorität hat, kommen sie gerade direkt aus dem Trainingslager und es bleibt abzuwarten, wie frisch sie in Helsinki an den Start gehen werden. Mit Peter Varjasi ist ein weiterer Schottlandfahrer mit im JEM-Team.

Der Großteil des Junioren-Teams bereitete sich zuletzt in Heidelberg auf die Europameisterschaften vor. Von ihnen sollte man unter anderem Anna Elendt auf dem Zettel haben. Die Darmstädterin führt die Meldeliste über die 50m Brust an. Auf den anderen Sprintstrecken sind u.a. Michael Schäffner (50m Rücken), Lucas Matzerath (50m Brust) und Barbara Schaal (50m Rücken) weit vorn zu finden. Auch Giulia Goerigk und Yara Sophie Hierath (beide 400m Lagen), Maurice Ingenrieth (200m Schmetterling) oder auch Rafael Miroslaw (100/200m Freistil) gehen mit vielversprechenden Vorleistungen in die JEM. Erfahrungsgemäß sind die Meldelisten bei Junioren-Europameisterschaften aber nur bedingt aussagekräftig, da der eine oder andere junge Schwimmer durchaus noch zu großen Leistungssprüngen hin zum Saisonhöhepunkt in der Lage sein könnte.

Auch mehrere Athleten, die bereits auf der großen internationalen Bühne ihr Können bewiesen haben, sind in Helsinki mit von der Partie. Satte sieben Starts stehen so zum Beispiel für den ungarischen Vize-Weltmeister Kristof Milak auf dem Plan. Sein vielfältiges Programm reicht von 50m Schmetterling hin zu den 400m Freistil. Noch intensiver wird die JEM für seine Teamkollegin Ajna Kesely, die bei der WM 2017 bereits Sechste über die 400m Freistil bei den Erwachsenen wurde. Sie ist ebenfalls über sieben Strecken gemeldet, hat aber mit Distanzen von 200m Schmetterling über 400m Lagen bis 1500m Freistil mal wieder wirklich die ganz großen Schmerzbereiter auf dem Programm stehen.

Auch der Russe Kliment Kolesnikov, der bei der Kurzbahn-EM im Dezember die 100 und 200m Rücken gewann, ist bei der Junioren-EM mit dabei. Bei ihm ist aber ebenso wie bei Milak und Kesely fraglich, welchen Stellenwert die Nachwuchstitelkämpfe haben, da auch sie in einem Monat bei den Europameisterschaften der offenen Klasse an den Start gehen werden.

In jedem Fall versprechen es ein paar heiße Tage im hohen Norden zu werden. Wir sind gespannt, ob das Team von Junioren-Bundestrainer Mitja Zastrow beim Kampf um die Medaillen ein Wörtchen mitreden kann.

Das deutsche Team für die Junioren-EM 2018:

Damen (13): Alexandra Arlt (Dresden), Anna Elendt (Darmstadt), Mareike Ehring (Gladbeck), Giulia Goerigk (Karlsruhe), Isabel Gose (Potsdam), Malin Grosse (Hannover), Yara Hierath (Magdeburg), Hannah Küchler (Potsdam), Lucie Kühn (Leipzig), Lena Riedemann (Halle), Celine Rieder (Neckarsulm), Barbara Schaal (Gelnhausen), Maya Tobehn (Berlin)

Herren (9): Sebastian Beck (Würzburg), Maurice Ingerieth (Berlin), Lukas Matzerath (Frankfurt), Lukas Märtens (Magdeburg), Rafael Miroslaw (Hamburg), Fleming Redemann (Gladbeck/Recklinghausen), Michael Schäffner (Leipzig), Peter Varjasi (Mittelfranken), Maurits Kuhn (Oberhausen)