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(21.12.2021 | Bild: Henschelmedia) Bei den Herren setzte Florian Wellbrock im letzten Wettkampfabschnitt der Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Abu Dhabi das große Achtungszeichen - den Finals der Damen am Dienstag drückten vor allem die schwedischen Schwimmerinnen ihren Stempel auf. Sarah Sjöström stand sogar dreimal auf dem Podest. Aber auch die US-Amerikanerinnen mischten im Kampf um die verbliebenen Medaillen ganz vorne mit.

So durfte die US-Schwimmerin Emily Escobedo ihren ersten Weltmeistertitel feiern. In 2:17,85 Minuten entschied sie ein sehr enges Rennen über die 200m Brust zu ihrem Gunsten. Evgeniia Chikunova verpasste nur drei Hundertstel dahinter in 2:17,88 Minuten ihren eigenen Junioren-Weltrekord um 2,5 Zehntel. Bronze ging mit einer Zeit von 2:17,96 an Molly Renshaw aus Großbritannien. Nur knapp dahinter belegte die Schwedin Sophie Hansson (2:18,13) den undankbaren vierten Platz und verpasste so die Chance, ihre dritte Einzelmedaille bei diesen Weltmeisterschaften zu gewinnen.

Ihrer Schwester Louise Hansson gelang eben dies über die 100m Schmetterling. In 55,10 Sekunden schwamm Hansson auf den Silberrang und konnte nach Gold über die 100m Rücken und Rang drei über die 50m Rücken ihren Medaillensatz auf den Einzelstrecken vervollständigen. Über ihren zweiten Weltmeistertitel jubeln durfte die Kanadierin Margaret MacNeil (55,04), die somit nach dem Überraschungsweltrekord über die 50m Rücken erneut ihre beeindruckende Vielseitigkeit unter Beweis stellte. Die Drittplatzierte Claire Curzan aus den USA konnte in 55,39 Sekunden ihren erst im Halbfinale aufgestellten Junioren-Weltrekord um weitere 2,5 Zehntel steigern.

Dass die Hansson Schwestern im Team am stärksten sind, zeigten sie auch heute in der abschließenden 4x100m Lagenstaffel. Gemeinsam mit Sarah Sjöström und Michelle Coleman triumphierten die Hanssons in 3:46,20 Minuten und verwiesen die Staffeln aus Kanada (3:47,36) und China (3:47,41) auf die Ränge zwei und drei. Dabei verbesserten die Schwedinnen sogar den Europarekord in diesem Event. Das Damenquartett aus der Schweiz kam zwar nicht über den achten Platz hinaus, konnte aber in 3:55,84 Minuten den im Vorlauf aufgestellten Landesrekord um weitere 9,5 Zehntel nach unten drücken.

Sarah Sjöstrom durfte im heutigen Finalabschnitt noch ein weiteres Mal über Gold jubeln, diesmal auf sich allein gestellt. Im Duell der Spitzen-Sprinterinnen über die 50m Freistil setzte sich die Schwedin gegenüber ihrer Dauerrivalin Ranomi Kromowidjojo (23,31) durch. In 23,08 Sekunden verbesserte Sjöstrom zudem den zuvor von Kromowidjojo gehaltenen Veranstaltungsrekord. Das Rennen um Bronze entschied die Polin Katarzyna Wasick (23,40) für sich.

Auch über die 4x50m Freistil waren die Schwimmerinnen aus Schweden ganz vorne mit dabei. Angeführt von Sarah Sjöström musste sich das Quartett in 1:34,54 Minuten lediglich den US-Damen (1:34,22) geschlagen geben. Für Ranomi Kromowidjojo und ihre Teamkolleginnen aus den Niederlanden (1:34,89) reichte es zu Platz drei. Dabei sprintete die spätere Vize-Weltmeisterin in brutalen 22,88 Sekunden den schnellste Split des gesamten Feldes und schwamm ihr Quartett so von Rang sieben noch auf den Podestplatz.

Mit jeweils insgesamt sieben Podestplätzen waren Sarah Sjöström und Louise Hansson am Ende dieser Titelkämpfe die beiden erfolgreichsten Medaillensammler des gesamten Feldes. Insgesamt holten die Schwedinnen bei der Kurzbahn-WM zwölf Medaillen und untermauerten damit, dass ihre Schwimm-Nation neben Sarah Sjöström auch weitere echte Weltklasseathletinnen hervorbringt.

Deutsche Schwimmerinnen standen zum WM-Abschluss nicht in den Finals. Bei den Männern hingegen gab es drei Medaillenentscheidungen mit deutscher Beteiligung. Die Zusammenfassung der Herrenfinals vom Dienstag gibt es hier: Christian Diener schwimmt mit Deutschem Rekord zu WM-Bronze

Die wichtigsten Links zur Kurzbahn-WM 2021:

 

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