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(10.12.2021 | Bild: Christian Gold) Zum Auftakt des WM- und EM-Qualifikationswettkampfes in Magdeburg fielen am Freitag zwar mehrere Normzeiten für die Europameisterschaften 2022. Die WM-Normen konnte jedoch noch keiner der Teilnehmenden knacken.

Nicht viel zum WM-Ticket fehlte dem Olympia-Staffelfinalisten Lukas Märtens. Im heimischen Becken schlug er über die 200m Freistil in 1:46,91 Minuten an und kam damit bis auf 6,1 Zehntel an die Qualifikationszeit heran. Immerhin: Märtens hat nun bereits seinen Platz im Team für die Europameisterschaften im August sicher, denn die EM-Norm (1:47,80) unterbot er deutlich.

Gleiches gilt für Isabel Gose, die dank ihrer Finalteilnahme bei den Olympischen Spielen über die 400m Freistil bereits sowohl für EM als auch WM qualifiziert ist. Sie fügte ihrem Programm bei den Europameisterschaften den Start über die 200m Freistil hinzu. Sowohl im Vorlauf (1:58,95) als auch im Finale (1:58,32) blieb sie klar unter der Normzeit.

Märtens und Gose können damit bereits nicht mehr von den Startplätzen bei der EM verdrängt werden, selbst wenn im zweiten Qualifikationsfenster im Frühjahr 2022 jemand schneller sein sollte. Die schnellsten Normknacker von Magdeburg haben ihre Spots sicher. So steht es in den Nominierungskritierien des Deutschen Schwimm-Verbandes. Aber: Das gilt NUR für die Strecken, auf denen sich nicht bereits Athleten über Finalteilnahmen bei den Olympischen Spielen in die WM- und EM-Teams schwimmen konnten. Neben Isabel Gose gelang das Florian Wellbrock, Sarah Köhler (beide 800 / 1500m Freistil) und Henning Mühlleitner, die fest für WM und EM gesetzt sind. Das heißt, über diese Distanzen gibt es jeweils nur noch einen freien Startplatz für die WM bzw. zwei Spots für die EM, die an jene gehen, die in Magdeburg oder im zweiten Qualifikationsfenster (25.03.-12.04.2022) am schnellsten waren.

Über die langen Freistilstrecken sorgte dieses Details heute dafür, dass zwar dreimal die EM-Normen geknackt wurden, sich aber keiner des EM-Tickets sicher sein kann. Über die 800m Freistil lieferten sich Sven Schwarz (7:53,83) und Oliver Klemet (7:54,21) ein packendes Rennen und blieben beide unter der Norm. Im Kampf um die verbleibenden beiden EM-Tickets sind Schwarz und Klemet damit derzeit auf Kurs. Über die 1500m Freistil der Damen schwamm zudem Celine Rieder in 16:17,28 Minuten probemlos unter die Normzeit zur Qualifikation für die in Rom stattfindenden Titelkämpfe, kann sich aber ebenso wie Schwarz ihres Platzes im EM-Team noch nicht sicher sein.

Einen Angriff auf die EM-Normen startete am Freitag auch der Frankfurter Danny Schmidt. In einem Rennen allein gegen die Uhr verfehlte er die Qualifikationszeit über die 400m Lagen aber in 4:19,74 Minuten denkbar knapp um nur vier Hundertstelsekunden. Auch bei Lucas Matzerath fehlte nicht viel. Der Olympia-Neunte kam über die 100m Brust in 1:00,14 Minuten bis auf 2,4 Zehntel an die EM-Norm heran. Die WM-Qualifikationszeit (59,40) war ebenfalls nicht allzu weit entfernt. Sowohl Schmidt als auch Matzerath haben bereits EM-Erfahrung. Im zurückliegenden Jahr schwammen beide bei den Europameisterschaften in Budapest. Am Samstag geht das Rennen um die WM- und EM-Tickets in die nächste Runde. Mit dabei sein werden hier u.a. der bereits gesetzte Florian Wellbrock sowie mehrere weitere Olympiateilnehmer, wie zum Beispiel Ole Braunschweig, Christian Diener und Marco Koch.

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