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(09.12.2021) Die Saison nimmt gerade erst Schwung auf, doch Deutschlands Spitzenschwimmer sind bereits ab morgen schon voll gefordert: Im Rahmen des "Pokals der Landeshauptstadt" in Magdeburg bietet sich ihnen die erste Gelegenheit, sich Tickets für die Schwimm-Weltmeisterschaften 2022 zu sichern.

Dem Meeting am kommenden Wochenende kommt eine besondere Bedeutung zu: Wer es hier schafft, als jeweils Schnellster unter die WM-Norm zu schwimmen, ist sicher für die vom 13. bis 29. Mai 2022 in Japan stattfindenden Weltmeisterschaften qualifiziert. Selbst wenn im zweiten Qualifikationsfenster (25.03.- 12.04.2022) jemand besser sein sollte, kann man dank der Leistung aus Magdeburg nicht mehr aus dem WM-Team verdrängt werden.

Trotz dieser Regelung dürften auch nach dem Meeting von Magdeburg noch so einige Plätze im WM-Team frei sein. Gerade einmal 48 Teilnehmende sind für den WM-Qualifikationswettkampf gemeldet. "Aufgrund der Pandemieentwicklung wurde die Kapazität des ursprünglich größer geplanten Events begrenzt und als Bundesstützpunktwettkampf mit einem strengen Hygienekonzept versehen", schreibt der Deutsche Schwimm-Verband dazu. Unter den Teilnehmenden sind der Olympiasieger Florian Wellbrock und die Olympia-Finalistin Isabel Gose. Beide sind durch ihre Endlaufteilnehmen bei den Olympischen Spielen ohnehin bereits für die Weltmeisterschaften gesetzt.

Für Gose gilt das bisher "nur" über die 400m Freistil. Sie könnte also durch Normerfüllungen in der heimischen Elbeschwimmhalle ihr Programm etwas erweitern. Die Chance auf die WM-Quali dürfte auch Lukas Märtens nutzen wollen. Bei den Spielen in Tokio stand er zwar mit der deutschen 4x200m-Staffel im Finale, ist aber im Gegensatz zu Gose und Wellbrock nicht für die Weltmeisterschaften gesetzt, da diesen Bonus nur die Einzelfinalisten erhalten.

„Ich rechne fest damit, dass am Wochenende in mehreren Disziplinen die Normzeiten unterboten werden können“, sagte Bundestrainer Bernd Berkhahn, der auch Coach von Gose, Wellbrock und Märtens ist und mit diesen gerade erst frisch aus dem Höhentrainingslager aus der spanischen Sierra Nevada zurückkehrte. „Mit der WM im Mai und der EM im August ist diese Saison für uns enger als sonst getaktet. Da kann es von großem Vorteil sein, sich früh die Qualifikation zu sichern und im Frühjahr nicht zwei Top-Wettkämpfe innerhalb weniger Wochen vorbereiten zu müssen. Dementsprechend groß ist auch die Motivation.“

Aus dem Kreis der Olympiamannschaft von Tokio sind auch Christian Diener, Celine Rieder, Leonie KullmannOle Braunschweig, Rob Muffels, Marco Koch und Lucas Matzerath gemeldet. Hinzu kommen einige weitere Athleten mit Nationalmannschaftserfahrung, wie zum Beispiel Angelina Köhler, Sven Schwarz, Maximilian Pilger, Josha Salchow oder auch Kathrin Demler

Angesichts des frühen Zeitpunktes ist offen, in welcher Form die Teilnehmenden an den Start gehen werden. Einige werden tatsächlich die WM-Tickets im Blick haben, für andere wiederum ist der Wettkampf wohl eher ein Leistungstest. So sind neben Florian Wellbrock auch Isabel Gose, Ole Braunschweig, Christian Diener, Marco Koch, Lukas Märtens und Lucas Matzerath auch für die kommende Woche beginnende Kurzbahn-WM nominiert. Am Sonntag werden wir wissen, ob einige von ihnen auch schon für die WM auf der Langbahn planen können.

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