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(30.11.2021) Die Staatsanwaltschaft Würzburg hat gegen den einstigen Freiwasser-Bundestrainer Stefan Lurz einen Strafbefehl beantragt. Dem 44-Jährigen wird sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen in mehreren Fällen vorgeworfen.

Dies teilte die Staatsanwaltschaft übereinstimmenden Berichten zufolge am Montag mit. Konkret gehe es um zwei Fälle aus dem Zeitraum der Jahre 2011 und 2012. Laut den Ermittlern habe Lurz erklärt, sich an die ihm vorgeworfenen Taten nicht zu erinnern, er könne diese aber auch nicht ausschließen. Daher habe er ein Geständnis abgelegt, "um dem Verfahren ein Ende zu bereiten", so die Staatsanwaltschaft, die eine Bewährungsstrafe von sechs Monaten fordert.

Zwei weitere Fälle, in denen es um Vorgänge aus den Jahren 2017 und 2020 ging, wurden eingestellt, da Lurz die Vorwürfe bestritt und es hier somit Aussage gegen Aussage stand. Schon 2010 rückte der Würzburger Trainer ins Blickfeld, nachdem ihm eine damals 15-jährige Athletin sexuelle Nötigung und Vergewaltigung vorgeworfen hatte. Die Schwimmerin zog die Anschuldigungen später im Laufe der Ermittlungen teilweise zurück und nach einem Täter-Opfer-Ausgleichs wurde das Verfahren gegen Geldzahlung eingestellt.

Im Februar dieses Jahres hatte der SPIEGEL erneut über Vorwürfe gegen Lurz berichtet. Insgesamt fünf Athletinnen schilderten dem Nachrichtenmagazin gegenüber, dass es neben Nötigungen und Manipulationen seitens des Schwimmtrainers auch zu sexuellen Übergriffen gekommen sei.  Im Zuge der Veröffentlichungen trat Lurz von seinem Amt als Freiwasser-Bundestrainer zurück und die Staatsanwaltschaft Würzburg nahm die Ermittlungen auf, die sie nun zum Abschluss gebracht hat. Der Strafbefehl werde nun durch das Amtsgericht Würzburg geprüft, heißt es.

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