Medisports Network

Alle Schwimmsachen im SALE % Nur heute als FREAK WEEK Special: Bikinis Badeanzüge- und Hosen im SALE

 

(24.11.2021) Bei den Olympischen Spielen in Tokio zählte Caeleb Dressel zu den großen Abräumern. Satte fünf Goldmedaillen durfte er sich um den Hals hängen. Doch beim Rückblick auf die Wettbewerbe in Japan begleiten den Sprintstar nicht nur positive Gedanken.

"Um ehrlich zu sein - ich denke, ich hab es übertrieben", erzählt Dressel gegenüber der Zeitschrift Sports Illustrated, die ihn vor kurzem zum "Sexiest Athlete 2021" kürte. "Ich hatte großartige Erfolge, aber das hatte seinen Preis." Der Druck und die Erwartungen an sich selbst hätten ihn fast verrückt gemacht. "Und das war nicht fair mir gegenüber." Nicht ohne Grund meinte Dressel direkt nach seinem letzten Start in Tokio: "Ich habe erstmal genug vom Schwimmen"

In Tokio schwamm Dressel über die 50 und 100m Freistil sowie die 100m Schmetterling zu Gold. Hinzu kamen Titel mit den Staffeln über die 4x100m Freistil und 4x100m Lagen. Trotz dieses Mammutprogramms, zu dem auch die gemischte Lagenstaffel gehörte, wollte so mancher Dressel sogar noch in der 4x200m-Staffel sehen. Das US-Quartett endete in Tokio letztlich ohne Medaille und viele machten die Entscheidung, Dressel nicht in dieser Staffel schwimmen zu lassen, dafür verantwortlich. Diejenigen, die das forderten, hatten wohl nur wenig die Verfassung Dressels selbst im Hinterkopf. 

Die Erfahrung habe ihm gezeigt, dass er sich künftig persönlich ein wenig mehr priorisieren wolle. "Ich möchte nicht so enden, dass ich mich vorzeitig vom Sport verabschieden muss oder ihn hasse, weil ich mir selbst nicht die Zeit gegeben habe, dem Wasser die notwendige Achtung entgegenzubringen. Denn ich denke, das Wasser hat mich immer geachtet."

Dementsprechend wenig verwunderlich ist es, dass wir Dressel auch in der International Swimming League in diesem Jahr etwas seltener sehen, als es noch in der zurückliegenden Saison der Fall war. Zum Auftakt der Playoffs verzichtete er so zum Beispiel komplett auf Starts für sein Team Cali Condors. Beim zweiten Match lieferte er solide, aber nicht wie von ihm sonst gewohnt überragende Leistungen ab. Sein Team steht schon fast als Finalist fest. Ein paar Mal dürfte er also noch auf den Block steigen - wissend, dass das Wichtigste nicht die Zeiten auf der Anzeigetafel sind, sondern der Spaß, den ihm der Sport bereitet.

Bild: IMAGO / ITAR-TASS