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(14.11.2021) Vier deutsche Spitzenschwimmer können durch ihre Erfolge bei den Olympischen Spielen bereits fest für die Weltmeisterschaften im kommenden Jahr planen. Wie der Deutsche Schwimm-Verband am Wochenende bekanntgab, sind Florian Wellbrock (1500m / 800m), Sarah Köhler (1500m / 800m) sowie Henning Mühlleitner und Isabel Gose (beide 400m Freistil) schon jetzt für die Schwimm-WM 2022 qualifiziert, weil sie in Tokio jeweils den Einzug in die Finals über diese Strecken geschafft hatten.

Dies geht aus den Nominierungsrichtlinien des DSV für die Saisonhöhepunkte des Jahres 2022 hervor. Demnach ist das Quartett auf den genannten Strecken fest gesetzt, wodurch den weiteren WM-Kandidaten in diesen Events nur noch ein freier Startplatz für die Weltmeisterschaften bleibt. Pro Nation können bei der WM je Strecke maximal zwei Schwimmer starten.

Um die weiteren Plätze im WM-Team zu besetzen, wird es zwei Qualifikationsfenster geben. Bereits vom 10. bis 12. Dezember 2021 sind die deutschen Top-Athleten voll gefordert. Bei einem Qualifikationswettkampf in Magdeburg kann an diesem Wochenende pro Strecke ein WM-Ticket fest vergeben werden. Voraussetzung ist, dass die vom DSV vorgegebene Normzeit erfüllt wurde. Die WM-Normen sind hier zu finden: Schwimm-WM 2022: Die DSV-Normzeiten zur Qualifikation für die Weltmeisterschaften

Die sicheren Tickets in Magdeburg gibt es jeweils nur für die schnellsten Normerfüller. Wer auf Platz zwei landet, und ebenfalls unter der Qualifikationszeit blieb, muss darauf hoffen, dass im zweiten Nominierungsfenster keiner schneller ist - bzw. kann hier selbst noch einmal nachlegen. Die zweite Qualifikationsphase für die WM 2022 läuft vom 25. März bis 12. April 2022. In diesem Zeitraum können bei jedem FINA-genehmigten Wettkampf Normzeiten geschwommen werden, um die noch nicht vergebenen Plätze im WM-Team zu besetzen.

Die Qualifikation für die Staffeln erfolgt ausschließlich im zweiten Nominierungszeitraum. Nominiert werden jeweils die Vier, deren Zeiten über die für die Staffel ausschlaggebende Strecke im Vorlauf und Finale addiert am schnellsten waren. 

Die Normzeiten für die Schwimm-WM 2022 sind auf den meisten Strecken nur wenige Zehntel schneller oder sogar identisch zu den Zeiten, die zur Qualifikation für die Olympischen Spiele gefordert waren. Anders bei den 1500m Freistil der Damen: Hier ist die WM-Norm von 16:02,30 Minuten satte 13,7 Sekunden härter als die Olympianorm. Deutlich schneller sein müssen auch die Herren über die 400m Lagen (Olympia: 4:15,00 / WM: 4:12,10). Die WM-Norm liegt hier nur zwei Hundertstel über dem Deutschen Rekord von Jacob Heidtmann. Über die 400m Lagen der Damen ist die WM-Norm (4:41,50) hingegen mehrere Sekunden langsamer als die Olympianorm (4:38,40). Wie schon bei der Olympia-Qualifikation muss auch für das WM-Ticket über die 200m Brust der Damen der Deutsche Rekord geknackt werden. Die Norm verschärfte sich hier auf 2:23,85 Minuten. Die nationale Bestmarke steht bei 2:25,00 Minuten.

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