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(05.11.2021) Mit dem Weltrekord über die 1500m Freistil sorgte Sarah Köhler bei der Kurzbahn-DM 2019 für einen dicken Kracher. Heute wurde bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Kasan kräftig an dieser Bestmarke gewackelt, doch der Rekord hielt stand.

Die Russin Anastasia Kirpichnikova kam in 15:18,30 Minuten bis auf nur 2,9 Zehntel heran an die Bestmarke von Sarah Köhler, die in Kasan selbst nicht am Start ist, und holte sich damit den Titel. Lange Zeit hatte die 21-Jährige, die bereits die 800m Freistil gewinnen konnte, klar unter den Weltrekorddurchgangszeiten gelegen, doch auf den letzten Bahn holte sie die imaginäre Rekordlinie immer mehr ein. Gegenüber der Langbahn-Weltmeisterin Simona Quadarella (15:34,16) und deren Teamkollegin Martina Caramignoli (15:37,33), die die weiteren Medaillen holten, hatte Kirpichnikova mehr als eine Bahn Vorsprung.

Einen Weltrekord gab es aber heute - wenn auch "nur" eine Junioren-Bestmarke. Über die 200m Brust der Damen feierten die 16-jährige Russin Evgeniia Chikunova (2:16,88) und ihre auf den Tag genau neun Jahre ältere Teamkollegin Maria Temnokiova (2:18,45) einen Doppelsieg vor der Italienerin Francesca Fangio (2:19,69). 

In Weltrekordnähe wurde auch über die 50m Rücken der Damen geschwommen. Die Niederländerin Kira Toussaint kam hier in 25,79 Sekunden bis auf 1,9 Zehntel an ihre globale Bestmarke heran. Dahinter verhinderte die Französin Analia Pigree (26,08) nur drei Hundertstel vor Toussaints Teamkollegin Maike de Waard einen niederländischen Doppelsieg. Die Österreicherin Caroline Pilhatsch (26,48) landete auf Rang acht.

Das einzige Finale mit deutscher Beteiligung waren am Freitag die 100m Rücken der Herren. Ole Braunschweig kam hier in 50,78 Sekunden bis auf drei Hundertstel an seine im Halbfinale aufgestellte Bestzeit heran und wurde damit Achter. Den Sieg schnappte sich wenig überraschend der Russe Kliment Kolesnikov (49,13), der diese Strecke damit zum dritten Mal hintereinander bei Kurzbahn-Europameisterschaften für sich entschied. Robert Glinta (49,31) aus Rumänien und der Grieche Apostolos Christou (49,87) durften sich ebenfalls Medaillen um den Hals hängen.

Eine faustdicke Überraschung gab es über die 200m Schmetterling der Herren. Hier musste sich der Olympiasieger Kristof Milak (1:51,11) klar dem Italiener Alberto Razzetti (1:50,24) geschlagen geben. Der Russe Egor Pavlov (1:51,81) holte Bronze.

Es war bereits das zweite Mal heute, dass Razzetti einem Ungarn die Medaille wegschnappte. Zuvor war ihm dies bereits über die 200m Lagen gelungen. Hier stellte Milaks 18-jähriger Teamkollege Hubert Kos zwar in 1:52,87 Minuten einen neuen Junioren-Europarekord auf. Damit schlug er aber zwölf Hundertstel hinter Razzetti (1:52,75) als Vierter an. Auf Platz zwei bescherte Thomas Ceccon (ITA - 1:52,49) dem Team aus Italien eine weitere Medaille. Gold ging an den griechischen Titelverteidiger Andreas Vazaios (1:51,70).

Über die 100m Freistil der Damen war Schwedens Starschwimmerin Sarah Sjöström (51,26) nicht zu schlagen und feierte damit ihre vierte Medaille in Kasan. Die Polin Kasia Wasick (51,58) und Marrit Steenbergen (51,92) aus den Niederlanden blieben ebenfalls unter 52 Sekunden.

In den heutigen Halbfinals konnte sich Marco Koch für das Finale über deine Paradestrecke 200m Brust qualifizieren. Mehr dazu hier: Koch kämpft sich ins EM-Finale | Märtens und Köhler scheitern knapp

Die wichtigsten Links zur Kurzbahn-EM 2021:

Bild Kirpichnikova: DBM-Deepbluemedia via LEN