Medisports Network

Das neue swimsportMagazine ist da! Hier mit KOSTENLOSEM Versand bestellen: swimsportMagazine No. 28 - Herbst 2021

(06.07.2021) Für die deutschen Schwimmer gab es zum Auftakt der Junioren-EM in Rom zwar kein Edelmetall, trotzdem war einiges an Action geboten. Zu bestaunen gab es einen neuen Junioren-Weltrekord und das Team aus der Türkei konnte einen kompletten Medaillensatz einfahren.

Die deutschen Herren der 4x100m Freistilstaffel, die sich im Vorlauf gerade so mit Platz acht ins Finale gerettet hatten, steigerten sich im Endlauf auf Platz sechs. Timo Sorgius (50,54), Ole Mats Eidam (50,35), Benjamin Atmar (50,46) und Oskar Dementiev (51,03) hielten in 3:22,38 Minuten die Teams aus Kroatien und der Schweiz hinter sich. Gold ging in 3:19,66 Minuten an die Staffel aus Russland, die knapp vor Rumänien (3:19,93) und Polen (3:19,93) anschlug. Bärenstark präsentierte sich in diesem Dreikampf der Startschwimmer der rumänischen Staffel: In 47,56 Sekunden stellte der erst 16-jährige David Popovici einen neuen Junioren-Weltrekord auf. Auch bei den Olympischen Spielen in knapp drei Wochen sollte man ein Auge auf ihn haben. In der aktuellen Weltrangliste schiebt es sich damit auf Platz vier, noch vor den 2016er Rio-Champion Kyle Chalmers!

Die deutsche 4x200m Freistilstaffel der Damen schwamm ebenfalls auf Platz sechs. Von der Außenbahn aus brachten Lisa-Marie Finger (2:03,49), Lara Seifert (2:05,03), Leonie Märtens (2:04,71) und Chiara Klein (2:02,55) eine Zeit von 8:15,78 Minuten ins Becken. Im Kampf um die Podestplätze gab es einen Dämpfer für die italienischen Gastgeber. Nachdem ihre Staffel zunächst auf Platz drei angeschlagen hatte, wurde das Team wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert. Freuen durfte sich die Staffel aus der Türkei, die in 8:09,11 Minuten auf Platz drei hinter den überlegenen Ungarinnen (8:00,95) und dem Quartett aus Russland (8:04,78) aufrückten.

Bemerkenswert: Für Deniz Ertan, die Schlussschwimmerin der türkischen Staffel, war das bereits die zweite Medaille des Tages. Zuvor hatte sie über die 400m Lagen in 4:43,65 Minuten Silber hinter der Britin Katie Shanahan (4:42,59) und vor der Russin Anastasiia Sorokina (4:45,58) geholt. Ertan hatte damit heute vier beinharte Einsätze: Neben der Staffel und dem Vorlauf sowie Finale über die 400m Lagen war sie am Mittag auch über die 800m Freistil am Start. Hier lieferte sie die drittschnellste Zeit ab, verpasste aber den Sprung ins Finale, weil zwei ihrer Teamkolleginnen schneller waren.

Schon direkt im ersten Finale der Junioren-EM hatte das türkische Team gezeigt, dass bei dieser Junioren-EM mit ihm zu rechnen ist. Über die 400m Freistil krönte sich Batuhan Filiz (3:50,68) nur elf Hundertstel vor Jovan Lekic aus Bosnien und Herzegowina zum Nachwuchs-Europameister. Bronze sicherte sich David Koutnky (3:51,06) aus Tschechien. Mit dabei war in diesem Finale auch Kiran Winkler. In 3:55,37 Minuten konnte sich der Magdeburger nicht steigern und wurde wie im Vorlauf erneut Achter. 

In den Halbfinals am Dienstag sorgte der junge Hamburger Tobias Schulrath für ein Achtungszeichen. Die Zusammenfassung gibt es in Kürze hier: Tobias Schulrath schmettert als Zweiter ins JEM-Finale 

Die wichtigsten Links zur Junioren-EM 2021:

Bild: Christian Gold / SC Magdeburg