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(15.01.2021) Die Schwimmhallen sind zu, Trainingsgruppen können sich nicht treffen und die Wettkampfwelt steht still. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sorgen weiterhin für weitreichende Einschränkungen. Laut einer Umfrage der Deutschen Sporthochschule in Köln könnte das auch die Vereinslandschaft in der Republik nachhaltig verändern.

Mittlerweile erwartet jeder zweite Sportverein (52,4%) in Deutschland in den kommenden zwölf Monaten eine existenzbedrohliche Lage.

Ursache hierfür ist für zwei von fünf aller Vereine (41,3%) der Mitgliederrückgang aufgrund der COVID-19 Pandemie. Als weitere Ursache wird von 34,9% aller Vereine der pandemiebedingte Rückgang an Ehrenamt­lichen genannt (vor dem zweiten Lockdown: 32,8%). Jeder fünfte Verein (22,1%) rechnet mit einer existenziellen Bedrohung aufgrund pandemiebeding­ter finanzieller Engpässe.

„Je länger Sportvereine ihrem Zweck nicht nachkommen dürfen, desto schwächer wirken sie als stabilisierendes Element der Gesellschaft", erklärt Studienleiter Professor Christoph Breuer. "Es geht sozialer Kitt verloren, der gerade in einer individualisierten Zuwanderungs­gesellschaft von Bedeutung ist. Damit treffen die Folgen nicht nur die Vereins­mitglieder sondern die gesamte Gesellschaft."