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(19.11.2020) Mit dem Teamformat sorgt die International Swimming League für frischen Wind in der Schwimmwelt. Am Rande des großen Saisonfinals am Wochenende testen die Organisatoren nun die nächste Neuerung: Erstmals werden im Rahmen der ISL die 800m Freistil geschwommen - allerdings mit einigen Innovationen im Vergleich zum Ablauf, den wir von "normalen" Schwimmwettkämpfen gewohnt sind.

So wird es bei dem am Samstag gegen 18 Uhr im Anschluss an den ersten Finalabschnitt stattfindenden 800m-Herrenrennen nicht um die Endzeit gehen. Stattdessen wird der Gewinner über ein Punktsystem ermittelt. 

Bei 100m, 400m und am Ende bei 800m wird es Zwischenwertungen geben, die für zusätzliche Spannung sorgen sollen. Wer hier schneller ist, bekommt mehr Punkte - ähnlich den Sprint- oder Bergwertungen bei Radrennen wie der Tour de France. Am Ende siegt der Schwimmer, der im Laufe der Strecke die meisten Zähler sammeln konnte.

Bei der 800m-Premiere in der ISL werden einige Hochkaräter dabei sein. Als Favorit dürfte Mykhailo Romanchuk ins Becken steigen. Der Ukrainer startete in der ISL für die Aqua Centurions und ist unter anderem amtierender Europameister auf dieser Distanz. Konkurrenz bekommt er vom Österreicher Felix Auböck (Foto) und dem US-Amerikaner Zane Grothe, die ebenfalls in dieser ISL-Saison mit dabei waren. 

Zudem starten fünf Athleten, die bisher nicht in der International Swimming League in Erscheinung getreten sind. Komplettiert wird das Feld vom starken Norweger Henrik Christiansen sowie Akos Kalmár (Ungarn), Damien Joly, David Aubry (beide Frankreich) und Lander Henrickx (Belgien).

Das Rennen findet als eigenständiges Event statt. Die hier erzielten Punkte werden nicht für die Teams der Schwimmer gewertet und haben keinen Einfluss auf den Ausgang des ISL-Finals.

Die Punkte beim 800m-Rennen:

Platz 100m 400m 800m
1 9 9 9
2 7 7 7
3 5 5 6
4 3 3 5
5 1 1 4
6     3
7     2
8     1
       

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Bild: ISL