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(12.10.2020) Die Akte Sun Yang war für die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) nicht nur der wohl aufseheneregendste Fall des zurückliegenden Jahres sondern auch der teuerste. Mehr als 600.000 US-Dollar (ca. 507.000 Euro) hatte die Organisation in das Verfahren gegen den chinesischen Olympiasieger investiert.

Dies geht aus dem Jahresbericht der WADA hervor, in dem der Fall Sun Yang ausdrücklich Erwähnung findet.

Der gefallene Schwimmstar hatte 2018 im Rahmen einer unangekündigten Dopingkontrolle bei ihm genommene Proben unbrauchbar machen lassen. Trotz dieses klaren Verstoßes gegen die Anti-Doping-Richtlinien sprach ihn der Schwimm-Weltverband FINA in der Angelegenheit zunächst frei. Die WADA legte gegen diese Entscheidung vor dem in der Schweiz ansässigen Sportgerichtshof CAS Einspruch ein.

Nach einer öffentlichen Verhandlung im November 2019 erhielt Sun Yang Anfang des Jahres sein Urteil: 8 Jahre Sperre. Gegen diese Entscheidung will er zwar vor Schweizer Bundesgerichten vorgehen, dem werden aber geringen Erfolgsaussichten prognostiziert. Aufgrund von Verzögerungen durch die Corona-Pandemie ist der aktuelle Stand in diesen Verfahren derzeit unklar.

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