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(23.09.2020) Nachdem zahlreiche australische Schwimmer aufgrund von Reisebeschränkungen im Zusammenhang mit Corona-Schutzmaßnahmen ihr Land nicht verlassen und damit auch nicht in der International Swimming League starten können, sind die ISL-Teams nun auf der Suche nach Ersatz. Für die in gut drei Wochen in Budapest beginnende Vorrunde der Schwimm-Profiliga hat das britische Team London Roar nun einen altgedienten Neuzugang vorgestellt.

Der einstige französische Starschwimmer Amaury Leveaux wird sich dem Team im Adam Peaty anschließen. Leveaux holte 2008 in Peking Olympiasilber über die 50m Freistil und krönte seine Karriere mit Staffelgold über die 4x100m Freistil vier Jahre später in London. Anschließend gab er sein Karriereende bekannt.

Die International Swimming League könnte damit der erste Wettkampf nach einer achtjährigen Pause für den Sprintspezialisten werden, der in 44,94 Sekunden noch immer den Weltrekord über die 100m Freistil auf der Kurzbahn hält. So ganz unvorbereitet steigt Leveaux allerdings nicht ein. Schon im Herbst 2018 hatte der mittlerweile 34-Jährige angekündigt, wieder ins Schwimmgeschehen eingreifen zu wollen. 

Beim Team London Roar soll Leveaux dabei helfen, den Verlust des Australiers Kyle Chalmers zu verkraften, der der am Ende zweitplatzierten Mannschaft im zurückliegenden Jahr auf den Sprintstrecken satte Punkte einfahren konnte.