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(29.07.2020) Trainer, Schwimmer und auch wir Journalisten haben sie gern genutzt: Die Abfrage der Bestzeiten, Wettkampfleistungen und Leistungsentwicklungen einzelner Schwimmer, die auf der Website des Deutschen Schwimm-Verbandes seit fast zwei Jahrzehnten zur Verfügung stand. Jeder konnte so sehen, wann wer wo wie schnell geschwommen ist. Damit ist nun Schluss. Der DSV schränkt den Zugriff auf die Datenbank weitgehend ein, sodass die Abfrage der Leistungsdaten für die breite Öffentlichkeit nicht mehr möglich ist.

Der Grund dafür: Die Datenschutzgrundverordnung DSGVO. Diese beinhaltet umfassende Vorschriften für den Umgang mit personenbezogenen Daten, zu denen auch Informationen wie Wettkampfergebnisse oder Vereinszugehörigkeiten eines jeden einzelnen Schwimmers gehören. 

Die Abfrage dieser Daten ist seit kurzem nur noch möglich, wenn man zusätzlich zum Namen des Athleten auch dessen Geburtsdatum und die vom DSV erteilte Wettkampf-Lizenz-ID angeben kann. Vor allem letztere dürfte in den meisten Fällen jeweils nur einem engen Personenkreis wie den Meldungsverantwortlichen oder Trainern beim Verein oder auch den Sportlern selbst bekannt sein. 

Der Zugriff auf die kompletten Datenbank wird zukünftig nur mit individuellen Zugangsdaten möglich sein, um damit dem "sportlichen Betreuungspersonal die Möglichkeit zu bieten, mittels aktueller Wettkampfergebnisse und Bestzeiten Sportlerinnen und Sportler ausfindig zu machen, die das Potential für den Leistungssport haben und in entsprechende Förderprogramme aufgenommen werden können. Hierbei handelt es sich um bundesweit ca. 50 Personen", schreibt der DSV.

Weitere Informationen sind unter diesen Links zu finden: