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(09.07.2020) Der Schwimm-Weltverband FINA will sich dafür stark machen, dass das Programm seiner Sportarten bei den Olympischen Spielen weiter ausgebaut wird. Unter anderem drängt die FINA darauf, dass alle 50m-Events künftig olympische Strecken werden.

Bisher gehören aus dem Kreis der Bahnensprints lediglich die 50m Freistil zum olympischen Programm. Auch weitere Mixedstaffeln stehen zur Diskussion. Zudem würde die FINA gern das Teilnehmerfeld bei den 10km-Freiwasserrennen auf jeweils 30 Damen und Herren erweitern. Bisher gibt es nur 25 Startplätze.

Dies alles geht aus dem aktuellen Entwicklungsbericht der FINA hervor, in dem auf die vergangenen beiden Jahre zurückgeblickt wird aber auch Pläne für die Zukunft des Schwimmsports dargelegt werden. Die Entscheidung über eine Erweiterung des Wettkampfprogramms bei Olympia liegt dabei nicht in den Händen der FINA sondern darüber bestimmt vor allem auch das Internationale Olympische Komitee.

Das IOC wiederum war zuletzt stets sehr darauf bedacht, die Anzahl der Entscheidungen bei Olympia und auch die Teilnehmerzahl nicht weiter wachsen zu lassen. Ob dies sich mit den FINA-Plänen vereinbaren lässt, ist fraglich, zumal der Schwimm-Weltverband mit seinem Vorhaben bewusst darauf abzielt, die Zahl der teilnehmenden Nationen bei den Schwimm-Wettbewerben zu erhöhen.

Zuletzt wurden die 800m Freistil der Herren und 1500m Freistil der Damen sowie die gemischte 4x100m Lagenstaffel ins Olympische Programm aufgenommen. Diese Events stehen erstmals bei den Spielen in Tokio im kommenden Jahr auf dem Programm. Mögliche zusätzliche Strecken könnten frühestens 2024 in Paris ins Programm aufgenommen werden.

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