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Die Leidenschaft für das Schwimmen steckt an. Das erkennt man unter anderem daran, dass sich immer wieder Geschwisterpaare oder sogar ganze Familien unserem Sport verschreiben. Man eifert sich gegenseitig nach, spornt sich an und trägt auch ab und an kleine Konkurrenzkämpfe untereinander aus. Die beiden Zwillinge Ester und Sara Rizzetto hat das Schwimmen sogar bis in die USA gebracht. Dank ihres Lieblingssports und der Unterstützung der Vermittlungsagentur Scholarbook erhielten sie Stipendien für das Studium in den Staaten und gewähren euch nun ein paar Einblicke in ihr Leben auf der anderen Seite des Atlantiks.

„Wir werden oft als Zweierpack und ‚die Zwillinge‘ gesehen“, erzählt uns Ester Rizzetto, als wir mit ihr und ihrer Schwester Sara über Leben, Studium und Training in den USA sprechen. „Dass wir jetzt jeweils allein an unterschiedlichen Colleges sind, sorgt dafür, dass wir mehr als eigenständige Personen gesehen werden“, betont die Studentin der Politik- und Wirtschaftswissenschaften, die an der University of West Florida in Pensacola ihre neue Heimat gefunden hat, während Sara im mehrere Flugstunden entfernten Philadelphia zur Uni geht. „Wir haben bereits in Deutschland verschiedene Schulen besucht, das war also nicht wirklich neu für uns“, meint Sara, die Psychologie und Soziologie als Hauptfächer studiert und den Stein überhaupt erst ins Rollen gebracht hatte. Sie war es, die sich zuerst für das Studium in den USA interessierte. „Ich kannte Leute, die mit Schwimmstipendien in den USA studieren konnten und hatte mich damals entschlossen, es auch einfach mal zu probieren“, erinnert sich Sara.

Nach einer kostenlosen Chanceneinschätzung durch das erfahrene Team der Agentur Scholarbook stand schnell fest: Auch für Sara kommt unter anderem dank ihrer sportlichen Leistungen im Schwimmbecken ein Stipendium in Frage. Für den Hofheimer SC war sie ebenso wie Ester bereits bei Deutschen Jahrgangsmeisterschaften gestartet und die jahrelange harte Trainingsarbeit machte sich nun auch in Form eine Platzes an einer angesehenen US-Uni bezahlt. Ermutigt durch die vielversprechende Perspektive, die sich ihrer Schwester eröffnete, entschied auch Ester, dem Traum USA zu folgen. „Ich hatte eigentlich vor, in Deutschland zu bleiben und auch schon konkrete Pläne, was ich wo studieren möchte“, meint sie zurückblickend. „Dann habe ich aber bei Sara gesehen, wie interessant diese ganze Geschichte mit dem Collegestudium ist und mich dafür entschieden, das auch zu machen.“ Gesagt, getan: Mit der Unterstützung von Scholarbook wurden die Formalitäten erledigt, Tests absolviert und Bewerbungen verschickt. So verschlug es Ester letztlich mit einem Stipendium für ihre sportlichen Leistungen nach Florida und Sara kann die nicht zu verachtenden Collegegebühren an der privaten Uni in Philadelphia zum Teil über ein akademisches Stipendium und zum Teil über ein Sportstipendium nahezu komplett abdecken. Auch dieses Modell ist durchaus möglich.  

Bereits seit zwei Jahren leben und studieren die Schwestern nun schon in den USA. Der unterschiedliche Weg der beiden gibt auch die Gelegenheit zu zeigen, dass nicht jedes College gleich ist, sondern man hier eine große Bandbreite und Vielfalt findet. Es gibt sowohl private als auch öffentliche Hochschulen mit jeweils eigenen Schwerpunkten. Stipendien können nicht nur für sportliche sondern auch akademische Leistungen vergeben werden und auch unterschiedlich Ligen für die Schwimmteams der Hochschulen gibt es. So startet Sara mit ihren „Explorers“ der La Salle Uni in der 1. NCAA-Division und Esters „Argonauts“ aus Florida treten in der 2. NCAA-Division an. Auch beim Sportlerleben an beiden Hochschulen zeigen sich Unterschiede. Bei Ester geht es unter der Woche täglich von 7 bis 9 Uhr ins Trainingsbecken. „Wenn das mal nicht möglich ist, werden auch Alternativen geschaffen - die sind dann aber in der Regel noch eher“, meint sie lachend, denn auch Ester hatte dadurch schon zu früher Stunde um 5:30 Uhr ihr Ausweichtraining im Stundenplan stehen. Etwas anders ist es bei Sara: „Ich habe zwar auch dreimal pro Woche früh Training, bei mir sind die Haupteinheiten aber am Nachmittag.“ Dass heißt nicht, dass es bei ihr entspannter zugehen würde. Ganz im Gegenteil: Während Ester als Expertin für die 50, 100 und 200m Kraul sowie 100m Schmetterling und 200m Lagen an ihrem College mit den Sprintern trainiert, spult Sara als Mittelstreckenschwimmerin meist etwas längere Programme ab. „Wenn wir miteinander telefonieren, erzählt mir Ester immer, welche schön kurzen Sachen sie so geschwommen sind und wie anstrengend es doch sei, wenn es mal etwas länger wird“, plaudert Sara. „Und das mache ich halt jeden Tag, diese höheren Umfänge.“ Die Antwort von Ester kommt prompt: „Ich bin halt in der Sprintgruppe“, meint sie mit einem Lachen in der Stimme.

In einem Punkt stimmen beide aber überein: Das Training in den USA ist doch etwas anders, als sie es von Deutschland gewohnt waren. „Ich habe das Gefühl, dass die Umfänge hier zwar geringer sind, aber die Intensitäten liegen deutlich höher“, meint so zum Beispiel Ester und Sara fügt hinzu: „In Deutschland hatten wir bestimmte Tage, an denen wir im Training schnell geschwommen sind. In den USA müssen wir deutlich öfter längere Sets mit hohen Intensitäten schwimmen.“ Ein wichtiger Faktor, um dies auf Dauer durchstehen zu können, seien ihre Teamkollegen, meinen die Schwestern übereinstimmend. „Der Zusammenhalt ist toll und diese Gemeinschaft im Team ist etwas ganz besonderes. Das lässt sich mit Worten kaum beschreiben“, erklärt Sara. „Und: Es bringt wirklich was. Man wird schneller.“ Den Beweis dafür erbrachten beide unter anderem bei den Deutschen Meisterschaften im zurückliegenden Jahr. Fast auf jeder Strecke hatten die Schwestern hier klare Bestzeiten ins Becken bringen können.

Doch die sportlichen Leistungen sind nur ein Teil, den sie mit Blick auf die Vorzüge ihrer Zeit in den USA ansprechen. Auch die Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit habe hier noch einmal einen Schub bekommen. „Es hilft, selbstständiger zu werden und seine eigenen Entscheidungen zu treffen“, so die Einschätzung von Sara. Ester sieht es ähnlich: „Die Erfahrungen, die man sammelt, und dass man immer wieder merkt, wie man über sich selbst hinauswächst, sind es auf jeden Fall wert.“ Seit zwei Jahren leben die beiden nun bereits in den USA und sind froh, dass sie sich für diesen einschneidenden Schritt in Leben entschieden haben. Dankbar sind sie zurückblickend auch dafür, dass sie mit den Formalitäten der Collegebewerbung gerade während der Abitur-Zeit nicht allein fertig werden mussten. Schließlich sind dafür Zeugnisse zu übersetzen, Sprach- sowie Eignungstests stehen auf dem Programm und auch ein Visum muss organisiert werden. Professionelle Unterstützung kann diese Aufgaben deutlich erleichtern. „Scholarbook hat relativ viel davon für uns übernommen. Die machen so gut wie alles für dich“, meint Sara. „Sie haben bei der Bewerbung geholfen, den Kontakt zu den Colleges und den Trainern vor Ort hergestellt und auch bei der Vorbereitung auf die Eignungstest haben sie unterstützt.“ Wenn man die Möglichkeit dazu habe, solle man es doch einfach mal versuchen, so ihre Meinung. „Ansonsten fragt man sich später bestimmt: ‚Was wäre, wenn ich es doch gemacht hätte?‘ Und das muss ja nicht sein, denn mit einem Stipendium steht dem Ganzen dann auch finanziell eigentlich nichts im Wege.“

Derzeit sind Sara und Ester vorübergehend wieder in Deutschland und genießen es, auch mal Zeit zusammen verbringen zu können. Wann es wieder zum Studium in die USA geht, steht aktuell noch nicht fest. „Geplant ist, dass wir im August zurückfliegen“, meint Sara vorausblicken. Und auch, wenn die Zwillinge dann wieder getrennt sein werden: Sie können es kaum erwarten, ihr Leben in den USA fortzusetzen.

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Über Scholarbook:

Seit mittlerweile zehn Jahren unterstützt die Agentur Scholarbook Sporttalente dabei, dank eines Stipendiums in den USA studieren zu können. Nach einer kostenlosen Chanceneinschätzung stellen die Experten von Scholarbook den Kontakt zu potentiellen Hochschulen her, helfen bei den Bewerbungen für College und Stipendium und bereiten euch auch auf Tests und Auswahlverfahren vor. Schon mehr als 200 Schwimmer konnte Scholarbook so erfolgreich an Hochschulen in den USA vermitteln.

Wenn ihr ebenfalls Interesse am Studium in den USA habt, dann hilft euch das Team von Scholarbook gern weiter. Klickt euch einfach rein: