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(03.06.2020) Nach und nach dürfen die Schwimmer dank der Lockerungen der Corona-Maßnahmen wieder in die Trainingsbecken zurückkehren. Wann aber wieder Wettkämpfe stattfinden können, scheint derzeit vollkommen offen zu sein. Ein kreatives Konzept, um auch in diesem wichtigen Teil unseres Sports einen Re-Start hinzulegen, hat die Schweizer Trainervereinigung in Zusammenarbeit mit dem Schwimmverband des Alpenlandes auf die Beine gestellt: Die Summer Swim League.

Damit wolle man eine neue Wettkampfform für die erste Zeit nach dem Lockdown entwickeln, schreiben die Initiatoren. "Ziel ist es, den Sportlern möglichst schnell wieder die Möglichkeit des 'Racens' zu geben. Dabei wollen wir 100% innerhalb der Vorgaben der Schutzkonzepte bleiben."

Die Sommerliga soll dafür in drei Runden ausgetragen werden. Zum Auftakt steht vom 12. bis 28. Juni eine "virtuelle" Runde im Plan. Für diese müssen die teilnehmenden Mannschaften fünf- bis zehnköpfige Teams zusammenstellen. Die Schwimmer absolvieren dann ein bestimmtes Wettkampfprogramm in der heimischen Halle und die Ergebnisse werden in Form von Punkten festgehalten. Die lokalen Resultate werden dann eingeschickt und den Ergebnissen der anderen Teams gegenüber gestellt.

"Aufgrund des sehr einfachen Modus basierend auf Vertrauen, Fairness und der Rudolph-Tabelle, können Teams in verschiedenster Zusammensetzung betreffend Alter und Geschlecht an einem attraktiven Wettbewerb teilnehmen", heißt es in der Ausschreibung.

In der zweiten Runde (17.07. - 02.08.) kommt dann ein wenig mehr "richtiges" Wettkampfflair hinzu. Hier treffen dann jeweils zwei Mannschaften in einem Dual Meet aufeinander. "Die Teams werden anhand geographischer Daten und der Leistungsfähigkeit zusammengestellt", heißt es dazu. 

Den Abschluss der Summer Swim League soll dann vom 7. bis 9. August ein Final Four Turnier mit den jeweils besten vier Teams in zwei Kategorien bilden. Den Siegerteams winkt ein Pokal. Insgesamt soll beim gesamten Event aber der Spaß und die Freude am Schwimmsport im Mittelpunkt stehen.

Ob sich die Idee umsetzen lassen wird, hängt natürlich von den tagesaktuellen Entwicklungen in der Corona-Pandemie ab. Die Sommerliga könnte aber zumindest einen Anfang darstellen und auch Anregung für alternative Vorschläge sein. So schreiben auch die Schweizer Trainer in ihrem Konzept: "Die aktuelle Corona-Zeit verlangt viel Flexibilität von uns allen und fördert zudem auch die Kreativität aller Beteiligten."

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