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(28.05.2020) Bei den Freibäder ging Sachsen im Zuge der Lockerungen der Corona-Maßnahmen bereits voran und öffnete diese am 15. Mai als erstes Bundesland. Nun werden die Schwimmer im Freistaat wohl auch zu den ersten gehören, die nicht nur in den Schwimmhallen trainieren sondern dort auch Wettkämpfe veranstalten können.

Mit Inkrafttreten der neuen Corona-Schutzverordnung am 6. Juni erlaubt die sächsische Landesregierung auch wieder Wettbewerbe in allen Sportarten und schließt dabei ausdrücklich den Schwimmsport mit ein. Dies soll vor allem für den Kinder- und Jugendsport ein wichtiges Signal sein.

Zum selben Datum sollen auch die Hallenbäder im östlichsten Bundesland ihre Tore wieder öffnen dürfen. Voraussetzung dafür ist ein von den lokalen Behörden genehmigtes Hygienekonzept.

Eine Maximalzahl an Teilnehmern für die Wettkämpfe ist zwar nicht vorgegeben und auch Mindestabstände zwischen den Sportlern sollen nicht erforderlich sein. Zuschauer sollen aber keinen Zutritt zu den Veranstaltungen erhalten. Zudem setzt die Landesregierung auf Eigenverantwortungen:

"Wir geben die Hygieneregeln nicht mehr pauschal vor, sondern erwarten von den Fachverbänden die Erstellung sportartspezifischer Hygienekonzepte", erklärt der für den Sport zuständige Innenminister Roland Wöller.

Der Deutsche Schwimm-Verband hat für seine Sportarten zwar einen Leitfaden für die Rückkehr zum Vereinstraining erstellt. Eine Handlungsanweisung, wie unter den neuen Gegebenheiten Wettkämpfe stattfinden könnten, gibt es aber noch nicht.

Sachsen gehört zu den weniger stark vom Corona-Virus betroffenen Teilen Deutschlands. Aktuell gibt es unter den etwa vier Millionen Einwohnern noch ca. 450 aktive Fälle. In der zurückliegenden Woche gab es im Durchschnitt weniger als zehn Neuinfektionen pro Tag.

Die Übersicht zu den Öffnungsdaten der Schwimmbäder in den einzelnen Bundesländern ist hier zu finden:

Bild: Dresdner SC / Christstollen Schwimmfest