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(14.05.2020) Ende April hatten wir bereits berichtet, dass die Veranstalter der Olympischen Spiele 2024 in Paris den Bau eines neuartigen Schwimmstadions mit einem teilbaren 70m-Becken in Betracht ziehen. Wenige Tage später bekam der Entwurf des niederländischen Architekten Ton Venhoeven und des französischen Architekten-Büros Ateliers 2/3/4 den Zuschlag.

Auch einige Verbildlichungen des Olympic Aquatic Center, in dem bei Olympia 2024 die Synchronschwimmer, Wasserspringer und Wasserballer die Medaillen jagen sollen, wurden nun veröffentlicht. Sie zeigen, wie Aufteilung und Gestaltung der Halle gedacht sind.

Demnach wird es zwei größere Beckenbereiche geben, die durch eine durchgängige etwa 9m breite Brücke getrennt sind. Diese kann nach Bedarf hin- und her gefahren werden und so die jeweiligen Becken vergrößern bzw. verkleinern. In der Standardeinstellung ist das vordere Becken 50m lang und der hintere Pool mit Ausmaßen von etwa 22 mal 25m dient den Wasserspringern.

Zudem soll die Brücke trennbar sein, wodurch die ursprünglichen beiden Becken dann sogar in drei Bereiche geteilt werden können. Im 50m-Pool können so zum Beispiel auf der Hälfte der Poollänge zwei 25m-Bereiche entstehen. Die Kosten für die bei Olympia 6000 Zuschauer fassende Halle sollen bei etwa 174 Millionen Euro liegen.

Das Konzept dient vor allem der Nachnutzung: Die Halle soll als eine der wenigen Olympia-Stätten auch nach den Spielen in Paris verbleiben. Daher werden hier auch nicht die Wettbewerbe der Beckenschwimmer ausgetragen, da sie eine größere Zuschauerkapazität benötigen. Stattdessen gibt es für sie eine temporäre Anlage mit mehreren 50m-Becken und Platz für bis zu 15.000 Zuschauer.

Hier ein paar Einblicke in das Olympic Aquatic Center für Paris 2024:

Alle Bilder: Architectes VenhoevenCS & Ateliers 234 / Proloog