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(23.03.2020) Das Coronavirus verbreitet sich mit rasanter Geschwindigkeit über den Erdball und auch der Sport bleibt nicht verschont. Mit dem Olympiasieger und Weltmeister Cameron van der Burgh erklärte nun erstmals ein ehemaliger Spitzenschwimmer: "Ich habe Covid-19."

Wie der 31-Jährige am Sonntag via Twitter mitteilte, leide er seit etwa 14 Tagen an dem Virus. Dabei warnt er eindringlich: "Es ist mit Abstand das schlimmste Virus, das ich je hatte und das, obwohl ich ein gesunder Mensch mit kräftigen Lungen bin, einen gesunden Lebensstil verfolge und jung bin."

Losgegangen sei es mit starkem Fieber. Das sei zwar mittlerweile abgeklungen, so van der Burgh. Dennoch fühle er sich permanent schlapp und habe nach wie vor einen Husten, den er einfach nicht los werde. "Jede körperliche Anstrengung, wie zum Beispiel gehen, führt dazu, dass ich stundenlang erschöpft bin."

Van der Burgh stimmte zudem mit ein in den Kanon der Athleten, die eine Entscheidung zur Austragung oder Verschiebung der Olympische Spiele fordern. Solange dies unklar sei, würden Sportler weiter versuchen zu trainieren und das Virus so möglicherweise weiterverbreiten. Sein Aufruf lautet daher: "Bitte, passt alle auf euch auf. Die Gesundheit kommt zu erst! Mit Covid-19 ist nicht zu scherzen!"

Ebenfalls am Wochenende meldete sich auch IOC-Präsident Thomas Bach zu Wort und erklärte erstmals, dass eine Verschiebung der Olympischen Spiele 2020 eine Option sei. Derzeit werden verschiedene Varianten geprüft. "Wir sind zuversichtlich, dass wir die Diskussionen darüber in den kommenden vier Wochen abschließen werden", so der IOC-Boss. Die Sportler werden sich also noch weiter gedulden müssen.