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(14.01.2020) Trotz der noch ausstehenden Entscheidung des internationalen Sportgerichtshof CAS im Dopingverfahren gegen Sun Yang wird der Chinese in den kommenden Tagen bei der FINA Champions Swim Series vor heimischem Publikum starten. Nachdem es in internationalen Medien ursprünglich hieß, er wolle auf seine Teilnahme an den Wettkämpfen in Shenzen (14./15.01.) und Peking (18./19.01.) verzichten, machte Sun Yang am Montag klar: Ich bin dabei.

In der vergangenen Woche wurden zwei Social Media Posts des Chinesen so interpretiert bzw. übersetzt, dass er bei den Meetings nicht antreten werde. Zunächst hatte Sun Yang seinen Teamkollegen für die Champions Serie viel Glück gewünscht und gemeint, man sehe sich bei der Olympia-Quali im März. Anschließend erklärt er, dass sein Fokus auf dem Training für Olympia läge.

Im Nachgang verallgemeinert das Lager Sun Yangs diese Posts und erklärte am Sonntag, der 28-Jährige würde bei den FINA-Events antreten. Er selbst bestätigte dies am Montag auf der offiziellen Pressekonferenz zum Meeting in Shenzen. "Ich nutze diesen Wettkampf als zusätzliche Trainingsmöglichkeit", so Sun Yang.

Der Olympiasieger und Weltmeister wird bei den beiden Wettkämpfen jeweils über die 200 und 400m Freistil antreten. Dabei winken ihm bis zu 40.000 US-Dollar an Prämien.

Währenddessen wartet die Schwimmwelt auf das Urteil des CAS im Verfahren gegen Sun Yang. Ihm wird vorgeworfen, eine bei ihm entnommene Dopingprobe im September 2018 unbrauchbar gemacht zu haben. Der Weltverband FINA sprach ihn zunächst frei, doch die internationale Anti-Doping-Agentur WADA legte vor den CAS Einspruch gegen diese Entscheidung ein. Sollte der Sportgerichtshof im Sinne der WADA entscheiden, droht Sun Yang eine mehrjährige Sperre.

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