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(20.12.2019) Von wegen beschauliches Adventswochenende: Nicht nur Caeleb Dressel sorgte mit seinem Weltrekord über die 50m Freistil beim ISL-Meeting in Las Vegas für ein Highlight (mehr: WELTREKORD: Caeleb Dressel wird zum schnellsten Mann aller Zeiten). Mit einem echten Kracher hat auch der Japaner Daiya Seto beim großen Finale der International Swimming League die Scheinwerfer auf sich gerichtet: Über die 400m Lagen setzte er am Freitagabend seinerseits mit einem neuen Weltrekord ein dickes Ausrufezeichen.

In 3:54,81 Minuten unterbot er die bisher von US-Superstar Ryan Lochte gehaltene Bestmarke um deutliche 6,9 Zehntelsekunden. Im Rennen in Las Vegas hatte der für das Energy Standard Team startende Seto damit satte fünf Sekunden Vorsprung auf den nächstbesten Schwimmer, Duncan Scott vom Team London Roar - der in 3:59,81 Minuten eine ebenfalls beachtliche Leistung ins Becken brachte.

Für Seto ist es der erste Wettkampf überhaupt in der International Swimming League. In den Vorkämpfen hatte Energy Standard ihn nicht eingesetzt. Für das Team aus Europa war es ein wichtiger Sieg am ersten Wettkampftag: Zuvor hatten in den ersten sechs Wettkämpfen jeweils die Athleten von den Cali Condors die Nase vorn.

Nachdem Energy Standard in den Vorkämpfen alle drei seiner ISL-Meetings gewinnen konnte, war das Team als leichter Favorit nach Las Vegas gereist. Nach einem zunächst holprigen Auftakt am Freitag untermauerten sie diese Position letztlich und gingen mit 219 Punkten als Spitzenreiter aus dem ersten Wettkampftag. Doch das Feld ist eng beieinander. Die Cali Condors (205,5) von Caeleb Dressel sowie das Team London Roar (202), für das Christian Diener am Freitag über die 200m Rücken in 1:53,62 Fünfter und im Rückensprint (23,34) Sechster wurde, liegen dicht dran. Dahinter sind auch die Schwimmer von LA Current (185,5) noch in Schlagdistanz.

Ein Video von Daiya Setos Weltrekord könnt ihr euch hier anschauen: