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(19.11.2019) Der Deutsche Schwimm-Verband hat die Normzeiten zur Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 veröffentlicht (siehe unten). Ab dem 1. Januar beginnt für die Spitzenschwimmer der Republik der Nominierungszeitraum für Tokio 2020.

Bis zum 3. Mai 2020 ist das Qualifikationsfenster offen. Erbracht werden können die Olympia-Normen bei jedem FINA-genehmigten Wettkampf mit elektronischer Zeitmessung. Die letzte Möglichkeit, um das Olympia-Ticket zu lösen, bietet sich bei den Deutschen Meisterschaften 2020, die vom 30. April bis 3. Mai in Berlin stattfinden werden. 

Die deutschen Normzeiten liegen zwar allesamt unter den vom IOC und der FINA vorgegebenen Mindestqualifikationszeiten, dürften aber für die meisten deutschen Spitzenschwimmer auf ihren Hauptstrecken im Bereich des Machbaren liegen. Auf den meisten Strecken sind sie identisch mit den Zeiten, die bereits zur Qualifikation für die Weltmeisterschaften 2019 genutzt wurden.

"Nach den erfolgreichen Weltmeisterschaften in Gwangju freuen wir uns auf den nächsten internationalen Höhepunkt, auf die Olympischen Spiele in Tokio. Ich bin überzeugt, dass wir dort mit einer breit aufgestellten Nationalmannschaft mit Routiniers und Olympia-Newcomern an die Erfolge der letzten Weltmeisterschaften anknüpfen können", blickt Team-Chef Bernd Berkhahn voraus. Die Athleten, die bereits bei der WM 2019 glänzen konnten, erhalten auch auf dem Weg nach Tokio einen "Bonus":

Wer es bei der WM im Sommer auf den Einzelstrecken unter die Top Vier geschafft hatte, muss statt den DSV-Normzeiten im Qualifikationszeitraum lediglich die internationale Mindestnorm erbringen. Die betrifft Florian Wellbrock (1500m - Norm: 15:00,99), Sarah Köhler (1500m - 16:32,04 / 800m - 8:33,36), Philip Heintz (200m Lagen - 1:59,67) sowie Franziska Hentke (200m Schmetterling - 2:08,43).

Spannend wird erneut auch der Kampf um die Staffelplätze: Zwar haben alle sieben DSV-Staffeln die Olympia-Qualifikationsvorgabe der FINA bereits erfüllt, da sie bei den Weltmeisterschaften 2019 allesamt unter den Top-12-Platzierten waren. Im Qualifikationszeitraum müssen die vier besten erzielten Zeiten der jeweiligen Disziplin addiert aber nun noch die DSV-Olympianorm erzielen.

Für die Staffelwettbewerbe können die vier im Qualifikationszeitraum zeitschnellsten Athleten für die jeweilige Staffelbesetzung nominiert werden. Allerdings sind laut den Nominierungskriterien unter "zeitschnellsten Athleten" die Schwimmer gemeint, die den besten Mittelwert aus der Addition der Vorlauf- und Finalleistung in einem Wettbewerb erzielen. Zudem wird dem Team-Chef Bernd Berkhahn in Absprache mit DSV-Leistungssportdirektor Thomas Kurschilgen ausdrücklich die Möglichkeit eingeräumt, auch andere Athleten zur Staffelnominierung vorzuschlagen, wenn sich dies zum Beispiel aus taktischen Gründen anbietet.

Das finale Team soll durch den DOSB-Vorstand gemeinsam mit dem Rest der Olympia-Mannschaft am 16. Juni nominiert werden.

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Die DSV-Normzeiten im Schwimmen für Olympia 2020:

Herren   Damen
   Strecke  
0:21,95 50 Freistil 0:24,75
0:48,50 100 Freistil 0:54,10
1:46,70 200 Freistil 1:57,20
3:46,40 400 Freistil 4:07,50
7:50,30 800 Freistil 8:30,00
14:59,00 1500 Freistil 16:16,00
0:59,80 100 Brust 1:07,00
2:09,90 200 Brust 2:24,90
0:53,70 100 Rücken 1:00,00
1:57,00 200 Rücken 2:09,50
0:51,80 100 Schmett. 0:57,90
1:56,30 200 Schmett. 2:08,20
1:59,40 200 Lagen 2:11,90
4:15,00 400 Lagen 4:38,40
     
3:15,50 4x100m Freistil 3:40,05
7:09,95 4x200m Freistil 7:55,00
3:35,55 4x100m Lagen 4:01,35
3:46,70 4x100m Lagen MIXED 3:46,70

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