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(19.07.2014) Am vorletzten Tag der EM-Qualifikation in Essen sicherten sich zehn weitere Athleten die Teilnahme an den Europameisterschaften in Berlin. Besonders die deutschen Rückenschwimmer werden bei der Heim-EM stark vertreten sein.


Das deutsche EM-Team wächst. Heute konnten sich zehn weitere DSV-Schwimmer sicher für die Europameisterschaften qualifizieren. Bisher unterboten 20 Athleten "sauber" alle Normen. Hinzu könnte die ein oder andere Ausnahme kommen.

Gleich drei deutsche Schwimmerinnen werden bei den Europameisterschaften über die 200m Rücken antreten. Hier unterboten Jenny Mensing (2:10,59), Lisa Graf (2:11,12) und auch Sonnele Öztürk (2:11,50) alle geforderten EM-Normen.

Bei den Herren qualifizierten sich zwei Athleten über die 200m Rücken für die Schwimm-EM. Jan-Philip Glania knackte in 1:59,94 Minuten problemlos die Normzeit (2:00,98). Spannender machte es hingegen Christian Diener, der nach 2:00,72 Minuten anschlug und nun ebenfalls mit zur EM fährt. Zwischen die beiden hatte sich auch Felix Wolf in 2:00,43 Minuten geschoben. Dieser hatte jedoch in Berlin die geforderten Normen verfehlt.

Über die 1500m Freistil war die Normzeit von 16:48,51 Minuten für die EM-Kandidatinnen keine Hürde. Auch hier qualifizierten sich drei Schwimmerinnen für die Europameisterschaften. Sarah Köhler (16:18,54),  Isabelle Härle (16:18,96) und Leonie Antonia Beck (16:30,53) waren dabei sogar schneller als bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin.

Eine souveräne Vorstellung lieferte Franziska Hentke ab. Über die 200m Schmetterling schwamm sie in 2:09,85 Minuten locker unter die EM-Norm (2:13,11). In Berlin könnte sie zu den Geheimkandidaten auf eine DSV-Medaille zählen. Über die 800m Freistil sicherte sich Sören Meißner in 8:02,61 Minuten einen weiteren EM-Startplatz. Er hatte sich bereits über die 1500m Freistil für die EM qualifiziert.

In guter Form präsentierte sich auch Marco Koch. Über die 100m Brust schwamm er in 1:00,02 Minuten sogar schneller als bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin. Die EM-Norm von 1:01,35 Minuten unterbot er damit locker. Pech hatte hingegen Hendrik Feldwehr, der in 1:01,43 Minuten knapp drüber blieb.

Steffen Deibler hatte als einziger Athlet noch die Chance, sich „sauber“ über die 100m Freistil zu qualifizieren. Er verzichtete jedoch auf seinen Finalstart, da er über diese Strecke bei der EM ohnehin nicht antreten will. Bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin hatte sich zwar auch Björn Hornikel über diese Strecke auf die Longlist geschwommen. Er verpasste die Normzeiten heute jedoch deutlich.

Den Sieg sicherte sich im Finale stattdessen Marco di Carli in 49,96 Sekunden. Silber ging an Maximilian Oswald (50,07) vor Robin Backhaus (50,11). Spannend dürfte damit die Frage werden, wen der DSV für die 4x100m Freistilstaffel mitnimmt. Bei der Schwimm-DM in Berlin hatte sich Björn Hornikel empfohlen, dieser präsentierte sich jedoch in Essen alles andere als in Bestform. Mit Marco di Carli stünde eine weitere Option mit weitreichender internationaler Erfahrung bereit.

In Abwesenheit des Deutschen Meisters Markus Deibler sicherte sich Philip Heintz in 2:00,10 Minuten den Sieg und die EM-Teilnahme über die 200m Lagen. Die Norm lag hier bei 2:01,79 Minuten. Deibler darf aufgrund seiner starken Leistung der Schwimm-DM noch auf ein EM-Ticket hoffen. Er war in 1:58,00 Minuten noch immer die europaweit schnellste Zeit des Jahres geschwommen. Aufgrund eines Infekts hatte er sich kurzfristig dazu entschieden auf den Wettkampf in Essen zu verzichten.

Ein Fragezeichen steht auch hinter Theresa Michalak. Diese unterbot heute über die 200m Lagen in 2:14,13 Minuten souverän die Finalnorm (2:15,99). Die in den USA trainierende Hallenserin hatte jedoch bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin die Vorlaufnorm verpasst.

Über die 100m Freistil ging der Sieg in 55,25 Sekunden an Annika Bruhn. Über diese Strecke hatte keine Athletin die Gelegenheit sich direkt für die EM zu qualifizieren. Gleiches galt für die 200m Schmetterling der Herren, über die sich Markus Gierke in 1:59.21 Minuten den Sieg holte. Über die 100m Brust schwamm Vanessa Grimberg in 1:09,05 Minuten zu Gold. Auch hier konnte sich keine Athletin mehr direkt für die EM qualifizieren.

Die wichtigsten Links zur EM-Quali und dem EYOF-Ersatzwettkampf:

Bild: Tino Henschel

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