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(13.09.2019) Was für ein Tag für die deutschen Schwimmer bei den Weltmeisterschaften der paralympischen Athleten in London: Gleich drei Titel räumte das DBS-Team am Donnerstag ab.

Dabei sorgten nicht nur die beiden Favoritinnen Elena Krawzow und Verena Schott für Goldglanz sondern auch der neue Überraschungsweltmeister Taliso Engel. Über die 100m Brust schlug der erst 17-Jährige in 1:05,58 Minuten als Schnellster im Finale der Startklasse S13 an und stellte damit zudem einen neuen Deutschen Rekord auf.

"Ich kann das gar nicht glauben. Vor ein paar Tagen war ich noch krank und jetzt habe ich Gold", freute sich der Schwimmer von der SG Bayer, der am Montag noch gesundheitsbedingt auf seinen Start über die 400m Freistil verzichten musste.

Kurz vor Engels Überraschungscoup hatte sich bereits seine Teamkollegin Elena Krawzow auf der selben Strecke zur Weltmeisterin gekürt. Die Berlinerin sicherte sich in 1:13,62 Minuten den WM-Titel in der Startklasse S12.

Die dritte Goldmedaille des Tages ging auf das Konto von Verena Schott (S6). Die Potsdamerin, die am Dienstag bereits Silber über die 100m Brust geholt hatte, setzte am Donnerstag noch einen drauf: Über die 100m Rücken krallte sie sich in 1:23,81 Minuten mit neuem Europarekord den WM-Sieg.

Insgesamt standen die deutschen Schwimmer an diesem vierten WM-Tag in elf Finals. Gina Böttcher, die bereits am Dienstag und Mittwoch insgesamt an drei Finals teilgenommen hatte, stand erneut doppelt im Endlauf: Über die 50m Schmetterling sowie 50m Rücken war sie in der Startklasse S4 im Einsatz und stellte als Siebte im Schmetterlingsprint in 49,71 Sekunden einen neuen Europarekord auf. Über die 50m Rücken belegte sie den achten Platz (1:03,63).
 
Josia Topf und Mira Maack lieferten jeweils Deutsche Rekord ab: Topf benötigte im Vorlauf für seine 50m Rücken in der Startklasse S3 nur 54,52 Sekunden, im Endlauf wurde der Erlanger disqualifiziert. Maack schwamm über die 400m Freistil in 5:12,64 Minuten eine nationale Bestmarke und wurde damit Achte.
 
Die WM-Debütantin Marlene Endrolath wackelte über die 100m Brust in der Startklasse S13 am Podest. In 1:21,06 Minuten wurde sie Vierte. Fabian Brune  (1:23,72) und die erfahrene Annke Conradi (1:09,65) schwammen jeweils zu sechsten Plätzen. Peggy Sonntag beschloss den vierten Wettkampftag für das deutsche Team. Über 200m Lagen in der Startklasse S5 belegte die 20-Jährige in 3:52,12 Minuten Minuten Platz sieben.

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