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(27.07.2019) Dreimal Gold in einem Wettkampfabschnitt. Schon bei der WM 2017 war Caeleb Dressel das gelungen. Heute wiederholte der US-Star das Kunststück bei den Weltmeisterschaften in Südkorea. Und wie schon vor zwei Jahren gab es auch heute einen Weltrekord zum Abschluss.

Im letzten Finale des Tages führte Dressel die gemischte 4x100m Freistilstaffel er USA als Startschwimmer zum Titel. Dabei verbesserte das Quartett in 3:19,40 Minuten vor den Teams aus Australien (3:19,97) und Frankreich (3:22,11) den 2017 aufgestellten Weltrekord um zwei Zehntelsekunden. Für Dressel war das bereits der dritte Titel des Abends und die sechste Goldmedaille insgesamt bei den Wettbewerben in Gwangju.

Besonders gespannt waren heute viele auf Dressels Auftritt über die 100m Schmetterling. Nachdem er sich am Freitag schon im Halbfinale den Weltrekord von Michael Phelps geschnappt hatte, verteidigte er nun im Endlauf seinen Titel. In 49,66 Sekunden kam er dabei zwar nicht ganz an seine 49,50 vom Vortag heran, sorgte aber immer noch für die zweitschnellste Leistung aller Zeiten. Mit deutlichem Abstand komplettierten der Russe Andrei Minakov (50,83) und Südafrikas Dauerbrenner Chad le Clos (51,10) das Podium. Der deutsche Marius Kusch konnte sich nach dem überzeugenden Halbfinale nicht noch einmal steigern und wurde in 51,66 Sekunden Achter.

Seinen ersten Angriff auf die Weltrekorde hatte Dressel nur etwa 30 Minuten zuvor gestartet. Über die 50m Freistil schwamm er in 21,04 Sekunden bis auf 13 Hundertstel an die Bestmarke von Cesar Cielo heran, die der Brasilianer 2009 noch im Ganzkörperanzug aufgestellt hatte. Schneller war nie ein Schwimmer in der Jammer-Hose. Dressel kann sich also zumindest über den bisher vom Briten Ben Proud in 21,11 Sekunden gehaltenen Textil-Weltrekord freuen. Hinter dem Sprintstar schwammen Bruno Fratus aus Brasilien und der Grieche Krisitian Gkolomeev in 21,45 Sekunden zur geteilten Silbermedaille.

Auch Dressels erst 17-jährige Team-Kollegin Regan Smith wackelte erneut an den Weltrekorden. Über die 200m Rücken hatte sie am Freitag in 2:03,35 Minuten die Bestmarke der Olympiasiegerin Missy Franklin regelrecht zerstört und auch im heutigen Finale lag sie wieder lange Zeit auf Weltrekordkurs. Am Ende kam sie zwar in 2:03,69 Minuten nicht ganz heran, bestätigte aber, dass es möglich ist, unter die 2:04er Marke zu schwimmen. Die weiteren Medaillen gingen dahinter an die Australierin Kaylee McKeon (2:06,26) und die Kanadierin Kylie Masse (2:06,62).

Über die 50m Schmetterling holte Sarah Sjöström ihren dritten WM-Titel in Folge. In 25,02 Sekunden war sie im Duell der Olympiasiegerinnen deutliche 3,3 Zehntel schneller als die Niederländerin Ranomi Kromowidjojo. Bronze ging im engen Kampf um die Medaillen an die Ägypterin Farida Osman in 25,47 Sekunden. In Gwangju hatte sich Sjöström bisher stets mit Silber und Bronze zufrieden geben müssen. Am Sonntag hat sie über die 50m Freistil noch einmal die Chance auf eine Titelverteidigung. 

Mit ihrem Sieg war Sjöström die einzige Gewinnerin des Abends, die nicht dem US-Team entstammte. Über die 800m Freistil verteidigte Katie Ledecky in 8:13,58 Minuten mit letzter Kraft ihren Titel vor der Italienerin Simona Quadarella und Australiens Youngster Ariarne Titmus. Sarah Köhler schwamm zwar auf einen undankbaren vierten Platz, stellte aber in 8:16,43 Minuten einen deutlichen neuen Deutschen Rekord auf. Mehr dazu hier: Freude trotz Platz vier: Sarah Köhler knackt Deutschen Ur-Altrekord

Die Zusammenfassung der heutigen WM-Halbfinals ist hier zu finden: "Einfach sprachlos!" 17-jährige Anna Elendt schwimmt ins WM-Finale

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Die Links zur Schwimm-WM 2019:

WM-Bilder: Alibek Käsler / swimsportnews