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(03.07.2019) Glänzender Auftakt für die deutschen Schwimmer bei den Junioren-Europameisterschaften 2019 in Kasan (Russland): Zum Abschluss des ersten Wettkampftages deklassierten die DSV-Damen der 4x100m Freistilstaffel regelrecht ihre Verfolgerinnen und sicherten sich souverän den Titel.

Nach 3:41,24 Minuten schlug das aus Zoe Vogelmann (55,73), Lena Riedemann (55,85), Isabel Gose (54,51) und Maya Tobehn (55,15) bestehende Team mehr als anderthalb Sekunden vor den Schwimmerinnen aus Russland an. Damit vermasselten die deutschen Girls den Gastgeberinnen nicht nur den Heimsieg sondern nahmen ihnen auch noch den Veranstaltungsrekord für Junioren-Europameisterschaften ab. 

Kurz zuvor hatten sich die deutschen Herren über die 4x100m Freistil in einem packenden Finale mit Platz sechs zufrieden geben müssen. In 3:21,21 Minuten trennten Artem Selin (50,72), Daniel Erbes (50,31), Georg Schubert (50,58) und Rafael Miroslaw (49,78) am Ende 1,33 Sekunden von den Podestplätzen. Immerhin hier konnten die Hausherren jubeln: Russland gewann in 3:18,48 Minuten mit sechs Hundertsteln vor den Italienern. Diese hatte man ursprünglich nach einem Messfehler als Sieger geführt, das Protokoll wurde aber nachträglich korrigiert.

Für die erste deutsche Medaille bei der Junioren-EM 2019 hatte am Mittwoch Luca Nik Armbruster gesorgt. Über die 50m Schmetterling schlug er in einem packenden Finale in 23,49 Sekunden mit nur einer hauchdünnen Hundertstelsekunde Rückstand auf den Schweizer Noe Ponti als Zweiter an und verbesserte damit bereits zum dritten Mal in Kasan den Deutschen Jahrgangsrekord bei den 18-Jährigen. Bereits im Halbfinale hatte Armbruster seine Bestmarke auf 23,59 Sekunden gesteigert und hier die Spitzenleistung abgeliefert. Sein Teamkollege Björn Kamman schwamm in 24,32 Sekunden auf den elften Platz.

Zwei weitere Finals fanden mit deutscher Beteiligung statt. Über die 400m Lagen landete Giulia Goerigk in 4:47,78 Minuten auf dem sechsten Platz. Den Titel über diese Strecke sicherte sich die Spanierin Alba Vazquez Ruiz in 4:40,64 Minuten. Der Magdeburger Lukas Märtens wurde über die 400 Freistil nach einem mutigen Angang (200m 1:53,66) in 3:51,88 Minuten mit neuer Bestzeit Siebter. Gold ging an den Schweizer Antonio Djakovic in 3:47,89 Minuten mit neuem Landesrekord (bei den Erwachsenen!), womit die Eidgenosse bereits am ersten Tag zwei Titel einfahren konnten.

In den Halbfinals am Mittwoch hatten sich die deutschen Freistilmädels etwa eine Stunde vor ihrem Staffelerfolg für das morgige Einzelfinale über die 100m Kraul in Stellung gebracht. Zunächst legte Maya Tobehn in 55,12 Sekunden vor. Dann zog Isabel Gose in 55,08 Sekunden nach. Vor die beide schob sich nur die Russin Ekaterina Nikonova (55,02). Das dürfte am Donnerstag ein spannendes Finale werden!

Mit den 400m Freistil in den Knochen verpasste Lukas Märtens etwa eine halbe Stunde später den Einzug ins Finale über die 100m Rücken. Im Semi-Finale schwamm er in 56,03 Sekunden hinter seinem DSV-Kollegen Marvin Dahler (55,91) auf den elften Platz. Für den Endlauf wurde eine Zeit von 55,60 Sekunden benötigt.

Über die 200m Schmetterling landete Emily Roloff in 2:16,55 Minuten auf dem 15. Platz. Gleiches galt über die 50m Brust für Kim Emily Herkle in 32,45 Sekunden. Über diese Strecke sicherte sich später die Italienerin Benedetta Pilato in 30,16 Sekunden die Goldmedaille. Sie werden wir in drei Wochen auch bei der WM der "Großen" sehen. Über die 800m Freistil kam Marlene Sandberg in 8:57,36 Minuten in der Endabrechnung auf den 13. Platz. Den Titel schnappte sich mit Giulia Salin (8:29,19) auch hier eine Athletin aus Italien.

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