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(07.05.2019) Der Olympiasiegerin und Weltmeisterin Ruta Meilutyte droht wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Regularien eine mehrjährige Sperre. Dies gab der nationale Schwimmverband ihres Heimatlandes Litauen am Dienstag bekannt.

Demnach habe der Weltverband FINA mitgeteilt, dass Meiluyte innerhalb von zwölf Monaten dreimal nicht für unangekündigte Dopingkontrollen aufzufinden gewesen sei.

Um Tests außerhalb von Wettkämpfen zu ermöglichen, müssen Spitzenathleten ihre Trainingszeiten angeben sowie täglich eine Stunde sowie den Ort benennen, während derer sie für unangekündigte Kontrollen zur Verfügung stehen. Bei Meilutyte waren diese Daten am 22. April und 19. August 2018 sowie 28. März 2019 nicht zutreffend, als Kontrolleure bei ihr Dopingtests durchführen wollten.

Damit könnte die 22-Jährige eine Wettkampfsperre zwischen 12 und 24 Monaten erhalten. Darüber wird die FINA voraussichtlich nach einer Anhörung der Athletin entscheiden.

Meilutyte zählt seit 2012 zu den besten Brustschwimmerinnen der Welt. Bei den Olympischen Spielen in London gewann sie überraschend die 100m-Strecke und holte auf dieser Distanz 2013 und 2015 auch WM-Gold. Zuletzt wurde sie 2018 Vize-Weltmeisterin über die 50m Brust auf der Kurzbahn.