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(12.04.2019) Das voraussichtliche deutsche Team für die Schwimm-Weltmeisterschaften 2019 im südkoreanischen Gwangju wächst weiter. In den Finals der Swim Open in Stockholm (Schweden) konnten am Freitag zwei neue Athleten die Qualifikationsvoraussetzungen erfüllen.

Spannend war es vor allem über die 1500m Freistil der Damen. Hier griffen gleich drei deutsche Schwimmerinnen die Medaillen und die WM-Norm von 16:23,00 Minuten an. Den Sieg sicherte sich in 16:06,68 Minuten die ohnehin bereits im voraussichtlichen WM-Aufgebot stehende Sarah Köhler*. Damit verbesserte sie erneut ihre Saisonbestleistung, mit der sie auf Platz vier der aktuellen Weltrangliste liegt.

Ein Achtungszeichen konnte hinter Köhler zudem die junge Würzburgerin Lea Boy setzen. In 16:15,02 Minuten schwamm sie acht Sekunden schneller als die WM-Norm für die Titelkämpfe in Südkorea. Ihre persönliche Bestleistung steigerte sie damit um beachtliche 15 Sekunden. Pech hatte hingegen Celine Rieder. Sie musste sich mit Platz vier begnügen und landete in 16:23,53 Minuten nur eine halbe Sekunde über der WM-Norm.

Über die 200m Brust konnte sich Max Pilger für das zweite WM-Ticket neben Marco Koch empfehlen*. In 2:09,87 Minuten legte er auf Platz drei des Finals in Stockholm beinahe eine Punktlandung hin. Der Essener war nur drei Hundertstel schneller als die Normzeit für Südkorea. Vor ihm ging Silber an Marco Koch, der in 2:08,80 Minuten knapp über seiner Saisonbestleistung blieb. Den Sieg sicherte sich fünf Hundertstel vor Koch der Lokalmatador Erik Persson.

Während Pilger haarscharf auf der "richtigen" Seite der Norm war, hatte Christian Diener Pech. Der Potsdamer holte zwar über die 200m Rücken souverän Gold. Die Normzeit für die Schwimm-WM 2019 verpasste er aber in 1:57,08 Minuten hauchdünn um acht Hundertstelsekunden.

Seinen vierten Startplatz für die Weltmeisterschaften sicherte sich (voraussichtlich*) Florian Wellbrock. Der Magdeburger gewann die 400m Freistil in 3:45,59 Minuten und steigerte seine persönliche Bestleistung damit um satte zweieinhalb Sekunden. In der Weltrangliste liegt Wellbrock damit über diese "Nebenstrecke" auf dem sechsten Platz. In den vergangenen Wochen hatte sich der Europameister bereits über die 800 und 1500m Freistil im Becken sowie die 10km im Freiwasser für die WM qualifiziert.

Die ebenfalls bereits im vorläufigen WM-Aufgebot stehende Laura Riedemann holte am Freitag in Stockholm über die 50m Rücken in 28,06 Sekunden Silber. Spannend machten es die Damen über die 200m Freistil. 

Im A-Finale schwamm Reva Foos in 1:57,79 Minuten erstmals in ihrer Karriere unter die 1:58er Marke und musste sich damit nur den beiden Superstars Sarah Sjöström (1:55,39) und Katinka Hosszu (1:57,18) geschlagen geben. Dahinter kam Annika Bruhn in neuer Saisonbestleistung von 1:58,55 Minuten auf Platz vier.

Zuvor hatte sich bereits im B-Finale Isabel Gose in starken 1:58,84 Minuten neu ins Ranking für die WM-Staffel über die 4x200m Freistil schieben können. Mehr zum Kampf um die Staffelplätze gibt es hier: Kampf um die Staffelplätze: 4x200m-Damen für WM 2019 qualifiziert

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*Pro Strecke können sich nur zwei Athleten für die WM qualifizieren. Sollten bis zum Ende des Qualifikationszeitraums am 30. April mehr als zwei Athleten über eine Strecke die WM-Normen unterboten haben, gehen die WM-Tickets nur an die jeweils schnellsten beiden Schwimmer.