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(26.06.2012) Mit einem Sieg über die 400m Lagen konnte Weltmeister Ryan Lochte zum Auftakt der US-Trials das erste Duell der Superstars gegen Rekord-Olympiasieger Michael Phelps für sich entscheiden. Für ein weiteres Highlight sorgte Elizabeth Beisel, die einen neuen Textil-Weltrekord über die 400m Lagen aufstellen konnte.

 

Es war ein erster Vorgeschmack auf die Olympischen Spiele in London. Im Finale der US-Trials über die 400m Lagen standen sich der amtierende Weltmeister Ryan Lochte, der Vize-Weltmeister Tyler Clary und der Olympiasieger Michael Phelps gegenüber, doch es gab nur zwei Tickets für die Spiele in London zu vergeben. Letztlich setzten sich die beiden Superstars durch. Sunnyboy Lochte konnte das Rennen in 4:07,06 Minuten für sich entscheiden und den auf der letzten Bahn heranstürmenden Phelps um 8,3 Zehntel hinter sich halten. Außenseiter Clary, der auf der ersten Rennhälfte noch vor Phelps gelegen hatte, musste sich in 4:09,92 Minuten mit Platz drei zufrieden geben und verpasste die Chance, für eine erste Sensation der Titelkämpfe in Omaha zu sorgen.

Lochte: “Ich kann viel schneller schwimmen”

Es waren die schnellsten drei Zeiten, die in diesem Jahr bisher geschwommen wurden. Trotzdem zeigte sich Lochte unzufrieden: “Die Zeit war überhaupt nicht gut. Ich weiß, dass ich viel schneller schwimmen kann.” Rekord-Olympiasieger Phelps bezeichnete die Niederlage als “schmerzhaft”, was ihm nach dem Rennen auch im Gesicht deutlich anzusehen war. Das Duell der Superstars Lochte vs. Phelps geht bereits heute in die zweite Runde. Am Nachmittag (MEZ) stehen für beide die Vorläufe über die 200m Freistil auf dem Plan.

Textil-Weltrekord von Elizabeth Beisel

Für einen weiteren Paukenschlag sorgte Lochtes Mannschaftskollegin Elizabeth Beisel. Die Weltmeisterin schwamm über die 400m Lagen in 4:31,74 Minuten die schnellste je ohne Hightech-Anzug aufgestellte Zeit und verbesserte ihren eigenen Textil-Weltrekord um vier Hundertstelsekunden. In ihrem Fahrwasser konnte sich Caitlin Leverenz die erste Olympia-Teilnahme sichern und in 4:34,48 Minuten auf Platz vier der aktuellen Weltrangliste schwimmen. Über die 400m Freistil der Herren qualifizierten sich Peter Vanderkaay (3:47,67) und Conor Dwyer (3:47,83) für London.

Vollmer und Hansen glänzen im Halbfinale

Auch in den Halbfinals des ersten Wettkampftages ging es bereits heiß her. Weltmeisterin Dana Vollmer verbesserte über die 100m Schmetterling in 56,42 Sekunden ihre eigene erst im Vorlauf aufgestellte Weltjahresbestzeit und stellte zudem einen neuen US-Rekord auf. Glänzen konnte auch Comeback-Schwimmer Brendan Hansen. Über die 100m Brust schwamm der 30-Jährige in 59,71 Sekunden ins Finale und auf Platz vier der aktuellen Weltrangliste.