Medisports Network

(06.10.2018) Neun Jahre lang war Steffen Deibler der schnellste Schmetterlingssprinter der Welt, nun hat ihm der Brasilaner Nicholas Santos diese Rolle abgenommen. Beim Weltcup in Budapest knackte der 38-jährige Routinier den Kurzbahn-Weltrekord, den Deibler bisher gehalten hatte.

In 21,75 Sekunden war Santos um fünf Hundertstel schneller als Deiblers Bestmarke, die dieser beim Weltcup 2009 in Berlin auf dem Höhepunkt der Ära der Hightech-Anzüge aufgestellt hatte.

Es sollte nicht der einzige Weltrekord des letzten Wettkampftages in Budapest werden. Über die 50m Brust konnte die Jamaikanerin Alia Atkinson nachlegen und in 28,56 Sekunden die von ihr selbst gehaltene Bestmarke um acht Hundertstel unterbieten.

Auch in den restlichen Entscheidungen, die leider allesamt ohne deutsche Beteiligung stattfanden, ging es schnell zu. Über die 800m Freistil kam die 16-jährige Chinesin Wang Jianjiahe in 7:59,44 Minuten bis auf eine Zehntel an den Weltrekord von Mireia Belmonte heran und stellte damit einen neuen Junioren-Weltrekord auf.

Eine weitere Erkenntnis aus Budapest: Nach einem langen Sommer scheint selbst einer Sarah Sjöström langsam die Puste auszugehen. Nachdem sie in Budapest schon über die 50m Schmetterling und Freistil Niederlagen einstecken musste, hatte sie zum Abschluss über die 100m-Strecken das Nachsehen. In 54,96 Sekunden musste sie über die 100m Schmetterling der Amerikanerin Kelsi Dahlia den Vortritt lassen, die in 54,84 Sekunden bis auf 2,3 Zehntel an Sjöströms Weltrekord herankam. Doch damit nicht genug: Kurz darauf schnappte die Niederländerin Ranomi Kromowidjojo (51,01) noch über die 100m Freistil Sarah Sjöström (51,22) den Sieg weg.

Die weiteren Goldmedaillen des letzten Tages in Budapest gingen an Emily Seebohm (200m Rücken - 1:59,94), Daiya Seto (400m Lagen - 4:01,16), Mitch Larkin (100m Rücken - 49,96), Kirill Prigoda (200m Brust - 2:01,58), Blake Pieroni (200m Freistil - 1:42,00) und Katinka Hosszu (200m Lagen - 2:04,13).