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(20.07.2018) Emotion pur: Nach dem Finale über die 400m Lagen gab es bei Juliane Reinhold kein Halten mehr. Nicht wegen ihrer Zeit - eigentlich hatte sie erhofft, schneller zu sein, als die 4:44,32 Minuten, die am Ende auf der Anzeigetafel standen. Viel wichtiger war die Nummer daneben: 1!

Acht Jahre, nachdem sie als Teenagerin zum ersten Mal Gold über ihre Paradestrecke geholt hatte, durfte die Leipzigerin heute endlich ihren zweiten nationalen Titel über die 400m Lagen feiern. Und das auf der Zielgeraden ihrer sportlichen Laufbahn. "Das war so ziemlich mein letztes Rennen“, so Reinhold ein wenig wehmütig. Nach den 200m Lagen am Sonntag wird die 24-jährige Polizistin dem Leistungssport Lebewohl sagen - gezwungenermaßen und wohl nicht ganz freiwillig.

„Da ich kein Bundeskader bin, hat man entschieden, dass ich meine Karriere beenden soll.“ Immerhin kehrt sie mit (mindestens) zwei Titeln nach Hause zurück, denn am Donnerstag hatte sich Reinhold bereits mit der 4x200m-Staffel der SSG Leipzig den Sieg geholt. „Das ist natürlich geil“, freut sich Reinhold über ihren vergoldeten Abschied, bei dem sie Kathrin Demler (4:47,48) und Franziska Hentke (4:49,67) klar hinter sich lassen konnte.

Von Abschied kann bei Anna Elendt noch gar keine Rede sein, im Gegenteil. Die 16-jährige Darmstädterin fängt gerade erst an, sich in der nationalen Spitze bemerkbar zu machen. Am Donnerstag gab es den Titel über die 50m Brust, heute legte die Vize-Europameisterin der Junioren über die doppelte Strecke nach. In 1:08,79 Minuten schnappte sich Elendt vor Jessica Steiger (1:09,19) und Marlene Hüther (1:09,29) ihre zweite Goldmedaille in Berlin. "Es lief richtig gut", freute sie sich nach ihrem Finale. "Das Rennen war so, wie ich es mir vorgestellt hatte."

Grund zur Freude gab es auch bei Annika Bruhn. Die Neckarsulmerin gewann die 100m Freistil und war dabei in 54,13 Sekunden so schnell wie nie zuvor. "Das ist etwas überraschend für mich, weil ich aus dem Training heraus geschwommen bin", erklärte sie nach dem Rennen, in dem sie vor Reva Foos (55,16) und Franziska Weidner (55,49) anschlug. 

Über die 50m Schmetterling verteidigte Aliena Schmidtke in 26,38 Sekunden vor Maya Tobehn (26,75) und Alexandra Wenk (26,86) ihren Titel. Die Liechtensteinerin Julia Hassler feierte nach Gold über die 400m Freistil auch den Sieg über die doppelte Strecke. In 8:33,02 Minuten ließ sie Celine Rieder (8:38,43) und Josephine Tesch (8:48,55) klar hinter sich.

Die Zusammenfassung der Herrenfinals vom Freitag findet ihr hier --> "Wie konnte das passieren?!" Youngster Imoudu düpiert Koch & Co.

Die wichtigsten Links zur Schwimm-DM 2018