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(20.07.2018) Mit seinem Titel über die 50m Brust am Donnerstag sorgte Melvin Imoudu am Donnerstag bereits für einen ersten Fingerzeig, dass er aber auch über die doppelte Strecke nach Gold greifen könnte, damit hatte er nicht einmal selbst gerechnet.

In einem packenden Finale schnappte der 19-jährige Potsdamer den gestandenen DSV-Größen den Titel weg. Mit ein paar starken letzten Metern schlug er nach 1:00,66 Minuten nur fünf Hundertstel vor Titelverteidiger Christian vom Lehn an. Auf den dritten Platz kam Marco Koch in 1:00,94 Minuten.

"Ich habe wirklich (...) keine Ahnung, wie das jetzt passieren konnte", meinte Imoudu verdutzt nach dem Rennen. "Ich wollte voll angehen und dann gucken, wie lange ich mithalten kann. Marco, Christian und die ganzen starken Leute jetzt geschlagen zu haben, ist wirklich der Hammer."

In den weiteren Herrenfinals ließen sich die Favoriten die Butter nicht vom Brot nehmen. Gleich zwei Titel gingen an Damian Wierling, der mit seiner Siegeszeit des 100m Freistil-Rennens (48,89) vor den beiden Ägyptern Mohamed Samy (48,92) und Ali Khalafalla (49,68) zwar alles andere als zufrieden war, sich aber dann doch noch einen versöhnlichen Tagesabschluss bescherte. 

Über die 50m Schmetterling gewann Wierling in 23,58 Sekunden vor Titelverteidiger David Thomasberger (23,93) und Jonas Bergmann (23,97). "Das war das ganze Gegenteil zum Finale über die 100m Freistil - die Zeit ist jetzt wirklich gut, damit bin ich zufrieden."

Zufrieden können auch die 800m-Freistilschwimmer sein. Den Sieg sicherte sich souverän Florian Wellbrock, der in 7:51,58 Minuten fünf Sekunden über seinem Deutschen Rekord aus dem April anschlug. Dahinter holte sein EM-Team-Kollege Poul Zellmann in 7:54,09 Minuten Silber vor Ruwen Straub (7:54,68), der bei den Europameisterschaften im August im Freiwasser starten wird.

Einen weiteren starken Auftritt lieferte auch Ramon Klenz ab, der am Donnerstag den Uralt-Rekord über die 200m Schmetterling geknackt hatte. Über die 400m Lagen trat Klenz in 4:18,68 Minuten die Nachfolge seines Trainingskollegen Jacob Heidtmann als Deutscher Meister über diese Strecke an. Mit deutlichem Abstand erkämpften sich Johannes Hintze (4:22,38) und Paul Hentschel (4:23,63) die weiteren Medaillen.

Die Zusammenfassung der Damenfinals gibt es hier --> 8 Jahre nach dem ersten Titel: Goldener Abschied für Jule Reinhold

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