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Seit nahezu einem Jahrhundert fragen sich Sportwissenschaftler, Trainer und natürlich Athleten: Wie sieht eigentlich der perfekte Schwimmer aus? Eine Schablone, wie der optimale Körper für unseren Sport geformt sein muss, gibt es zu recht bis heute nicht. In den Studien und Untersuchungen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte haben sich aber einige körperliche Voraussetzungen herauskristallisiert, die sich positiv auf die Leistungen im Becken auswirken können. Eine davon: Der sogenannte Affenindex.

Dieser bezieht sich vor allem auf die Armlänge, genauer gesagt deren Verhältnis zur Körpergröße. Grob geht das so: Man misst die Körperhöhe und die Spannweite der ausgestreckten Arme. Anschließend teilt man die Armlänge durch die Körperhöhe. Ist das Ergebnis größer als 1,0 hat man gute Voraussetzungen fürs Schwimmbecken.

Für Schwimmer ist es also von Vorteil, wenn die Spannweite der Arme größer als die eigene Körperhöhe ist. Superstar Michael Phelps zum Beispiel hat einen Affenindex von 1,08 (Spannweite 208cm, Körperhöhe 193cm). Beim Albatros Michael Groß lag er bei 1,06 (213cm / 201cm). Je höher der Affenindex ist, umso besser.

Das Ganze hat zwei Gründe: Schwimmer mit langen Armen können bei jedem einzelnen Zug ein paar Zentimeter weiter greifen. Außerdem können lange Arme die physikalischen Hebelgesetze besser nutzen. Richtig eingesetzt (korrekte Technik!) können die langen Arme für mehr vorwärtsgerichtete Kraft sorgen als kürzere Arme. Wichtig ist dafür, dass man die passend ausgebildete Antriebsmuskulatur mit sich bringt.

Weitere interessante Infos zu den Proportionen von Schwimmerkörpern gibt's in der neuen Sommerausgabe des swimsportMagazine. Die Zeitschrift findet ihr hier im Handel: