Medisports Network

(05.07.2018) Die Silberspiele der deutschen Schwimmer bei den Junioren-Europameisterschaften in Helsinki gehen weiter. Nachdem es am ersten Tag viermal Platz zwei für das DSV-Team gab, kamen heute zwei weitere Silbermedaillen hinzu.

Dabei hatte die gemischte deutsche 4x100m Freistilstaffel sogar eine Hand an der Goldmedaille. Peter Varjasi (49,45), Rafael Miroslaw (49,16) und Isabel Gose (55,18), die heute zwei Medaillen holte, hatten jeweils individuelle Spitzenleistungen ins Wasser gebracht und nach drei Schwimmern führte das deutsche Team sogar. Auch Schlussschwimmerin Maya Tobehn lieferte in 55,18 Sekunden wieder eine starke Vorstellung ab.

Zum Pech für das DSV-Quartett war die russische Sprinterin Elizaveta Klevanovich in 54,51 Sekunden auf der letzten Teilstrecke die schnellste Dame des gesamten Feldes und zog so noch am deutschen Team vorbei. Am Ende sicherte sich Russland in 3:28,74 Minuten mit nur 2,3 Zehnteln Vorsprung auf die DSV-Mannschaft den Sieg. Immerhin konnte man damit aber nicht nur die ungarische Staffel (3:30,91) um die beiden Jungstars Kristof Milak und Ajna Kesely auf Platz drei verweisen. Das deutsche Team stellte mit seiner Zeit von 3:28,97 Minuten auch einen neuen Deutschen Rekord auf - in der offenen Klasse, wohlbemerkt!

Die als Multitalent auf den längeren Strecken geltende Kesely schwingt sich derweil in Helsinki zum DSV-Schreck auf. Nachdem sie am Mittwoch bereits vor Celine Rieder und Yara Hierath die Titel über die 800m Freistil und 400m Lagen geholt hatte, ließ sie heute über die 400m Freistil den Konkurrentinnen um Isabel Gose keine Chance. Die DSV-Athletin durfte als schnellste des Verfolgerfeldes aber ebenfalls Silber bejubeln. Mehr dazu hier --> Silberne Serie setzt sich fort: Auch Isabel Gose auf dem JEM-Podest

Insgesamt waren die DSV-Schwimmer bei diesen Junioren-Europameisterschaften damit bisher in sieben Medaillenentscheidungen mit dabei uns sicherten sich hier sieben Podestplätze - eine perfekte Quote. Auch morgen werden wir mehrere deutsche Talente in den Endläufen sehen.

Peter Varjasi, der später die Silberstaffel anführte, qualifizierte sich zuvor im Einzel über die 100m Freistil in 49,79 Sekunden mit der fünftschnellsten Zeit des Feldes für das Finale am Freitag. Sein Teamkollege Rafael Miroslaw (50,54) landete auf Rang elf. Über die 200m Schmetterling schwamm Maurice Ingenrieth in 1:59,74 Minuten mit Platz sieben ins Finale. Pech hatte hingegen Malin Grosse, die über die 200m Brust in 2:30,01 Minuten auf Platz zehn ausschied. 

In den Finals ohne deutsche Beteiligung gaben die Athleten aus Russland und Ungarn den Ton an. Für Aleksandr Zhigalov (200m Brust - 2:12,47), Anastasia Avdeeva (200m Rücken - 2:09,56) und Kliment Kolesnikov (100m Rücken - 53,52) ertönte jeweils die russische Hymne bei der Siegerehrung. Dabei musste sich der schon bei den Erwachsenen lautstark anklopfende Kolesnikov seinen Titel mit dem zeitgleichen Daniel-Cristian Martin aus Rumänien teilen.

Für Ungarn fuhren neben Ajna Kesely auch Blanka Berecz (200m Schmetterling - 2:10.06) und Akos Kalmar (1500m Freistil - 15:04.91) weitere Goldmedaillen ein. Die einzige Entscheidung ohne Gold für Russland oder Ungarn gab es über die 100m Freistil. Hier setzte sich die Britin Freya Anderson in 54,65 Sekunden durch. Über diese Strecke hätte sicher auch Maya Tobehn vorn mitmischen können. Die Berlinerin hatte gestern als Schlussschwimmerin des Damenquartetts über die 4x100m Freistil eine Zeit von 54,80 Sekunden ins Wasser gebracht und wäre auch ohne fliegenden Start im Bereich einer flachen 55 gelandet. 

Links zur Junioren-EM 2018: