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(24.05.2012) Jenny Mensing sorgte am heutigen Tag bei der EM in Debrecen für die insgesamt fünfte deutsche Goldmedaille der Titelkämpfe. Über die 200m Brust schwamm Marco Koch auf den zweiten Rang. Theresa Michalak erkämpfte sich ihr Olympiaticket. Ansonsten konnten vor allem die Hausherren glänzen.

 

Jenny Mensing fährt als amtierende Europameisterin zu den Olympischen Spielen nach London. Die 26-Jährige entschied sensationell die 100m Rücken für sich und sorgte damit für das heutige Highlight aus Sicht des DSV-Teams. In 1:00,08 Minuten ließ sie die Italienerin Arianna Barbieri (1:00,54) und die Tschechin Simona Baumratova (1:00,57) hinter sich. Damit erschwamm sich Mensing, die bei den Titelkämpfen vor zwei Jahren über diese Strecke Bronze geholt hatte, den ersten EM-Titel ihrer Karriere auf der Langbahn. Bereits am Dienstag war sie über ihre eigentliche Paradestrecke 200m Rücken auf Platz zwei gelandet.

Nur der Weltmeister schneller als Marco Koch

Für die zweite DSV-Medaille des heutigen Tages konnte Marco Koch sorgen. Über seine Paradestrecke 200m Brust schwamm er in 2:09,26 Minuten noch einmal schneller als zuletzt bei den Deutschen Meiszterschaften und musste sich damit nur dem ungarischen Weltmeister Daniel Gyurta (2:08,60) geschlagen geben. In der Weltrangliste liegen die beiden damit auf den Plätzen drei und vier. Bronze ging in 2:09,72 Minuten an den Griechen Panagiotis Samilidis in 2:09,72 Minuten. Der WM-Dritte Christian vom Lehn schrammte als Vierter in 2:10,61 Minuten am Podium vorbei.

Michalak fährt mit nach London

Auch Theresa Michalak verpasste die Medaillen knapp, hatte jedoch trotzdem Grund zur Freude. Die Hallenserin schwamm über die 200m Lagen in 2:12,26 Minuten zwar auf einen undankbaren vierten Platz, knackte damit jedoch die Olympianorm und kann sich nun über das Ticket nach London freuen. Katinka Hosszu (2:10,84) und Evelyn Verraszto (2:11,63) schwammen auf die Plätze eins und drei. Lediglich die Britin Sophie Allen (2:11,49) konnte einen ungarischen Doppelsieg verhindern. Alexandra Wenk wurde in 2:14,95 Minuten in ihrem ersten EM-Finale Siebte.

4x200m Freistilstaffel verpasst das Podest

Ein weiterer vierter Platz ging an die Damen über die 4x200m Freistil. Silke Lippok, Theresa Michalak, Alexandra Wenk und Daniela Schreiber schlugen in 8:00,55 Minuten an. Gold ging in 7:52,90 an das Team aus Italien, bei denen Olympiasiegerin Federica Pellegrini als Schlussschwimmerin die ungarische Staffel abfing und damit den nächsten Sieg der Gastgeber verhinderte, die mit 1,8 Sekunden Rückstand auf Platz zwei kamen. Über eine glückliche Bronzemedaille konnte sich das Team aus Slowenien (7:59,73) freuen, das von der Disqualifikation des zuvor auf Platz drei geführten spanischen Quartetts profitierte.

Acht Medaillen für die Gastgeber

Auch auf den weiteren Strecken konnten heute vor allem die Hausherren glänzen. Der mit Olympiamedaillen dekorierte Laszlo Cseh schwamm über die 200m Schmetterling in 1:54,95 Minuten vor seinem Landsmann Bence Bizco (1:55,85) souverän zum Sieg. Bronze ging an den Griechen Ioannis Drymonakos.
Über die 800m Freistil holte sich Boglarka Kapas in 8:26,49 Minuten den Titel vor der Französin Coralie Balmy (8:27,79) und einer weiteren nicht unbekannten Ungarin, Eva Risztov (8:27,87).
Der Israeli Jonatan Kopelev entschied die 50m Rücken in 24,73 Sekunden für sich und holte damit das erste EM-Gold im Schwimmen für sein Land. Silber ging an den Italiener Mirco di Tora (24,95). Ungewöhnlich eng ging es dahinter zu: Mit Dorian Gandin (Frankreich), Guy Barnea (Israel) und Richard Bohus (Ungarn) schwammen drei Athleten zeitgleich in 25,14 Sekunden zur Bronzemedaille. Insgesamt konnte das ungarische Team heute damit acht Medaillen in sieben Finals holen.

Di Carli und Poewe schwimmen ins Finale

Im Halbfinale über die 100m Freistil kam Marco di Carli in 48,98 Sekunden als Drittschnellster weiter, schwamm damit jedoch etwas langsamer als noch im Vorlauf. Der Frankfurter muss noch immer die Olympianorm von 48,49 Sekunden knacken. Steffen Deibler schied als Elfter in 49,48 Sekunden aus.
Über die 200m Brust schwamm Sarah Poewe in 2:28,72 Minuten als Fünftschnellste ins Finale. Caroline Ruhna schied in 2:29,47 Minuten als Zehnte aus.
Bitter lief es für Sina Sutter, die im Halbfinale über die 100m Schmetterling  als Neunte in 59,52 Sekunden um nur drei Hundertstel am Einzug in den Endlauf vorbeischwamm.