Medisports Network

(22.05.2012) Am zweiten Tag der Europameisterschaften in Debrecen (Ungarn) konnten die Rückenschwimmer Helge Meeuw und Jenny Mensing mit Silbermedaillen für Highlights sorgen. Sarah Poewe knackte endlich die Olympianorm über die 100m Brust. Keine Probleme hatten die deutschen Freistilschwimmer um Paul Biedermann und Britta Steffen in den Halbfinals.

 

Helge Meeuw schwamm über die 100m Rücken zu Silber und blieb dabei in 54,06 Sekunden um 2,6 Zehntel über seiner Zeit aus dem Halbfinale mit der er die Olympianorm knacken konnte und die heute zum EM-Titel gereicht hätte. Dieser ging in 53,86 Sekunden an den Griechen Aristeidis Grigoriadis. Die Bronzemedaille holte der Israeli Yakov Yan Toumarkin, der acht Hundertstel hinter Meeuw anschlug. Enttäuschend präsentierte sich Weltmeister Jeremy Stravius aus Frankreich, der in 54,96 Sekunden nur Vorletzter wurde.

Mensing schwimmt hauchdünn zu Silber

Strahlen konnte auch Jenny Mensing, die über die 200m Rücken ebenfalls zu Silber schwimmen konnte und in 2:09,55 die Spanierin Duane da Rocha Marce und die lange in Führung liegende Ukrainerin Daryna Zevina um eine beziehungsweise zwei Hundertstelsekunden hauchdünn hinter sich lassen konnte. Den Sieg sicherte sich mit über einer Sekunde Vorsprung die Französin Alexianne Castel in 2:08,41 Minuten.

Poewe knackt endlich die Olympianorm

Über die 100m Brust sicherte sich Sarah Poewe nach zuletzt haarscharf verpasster Olympianorm im Halbfinale endlich das lang ersehnte Ticket für London. In der insgesamt zweitschnellsten Zeit des Feldes von 1:07,70 Minuten blieb sie 17 Hundertstel unter der geforderten Qualifikationszeit. Auch Caroline Ruhnau, die sich bereits bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin für Olympia qualifizieren konnte, kam in 1:08,01 Minuten als drittschnellste souverän ins Finale. Besser als die beiden präsentierte sich nur die Schwedin Jennie Johansson in 1:07,65 Minuten.

Marco Koch schrammt am Podium vorbei

Einen undankbaren vierten Platz erschwamm sich Marco Koch über die 100m Brust. In 1:00,99 Minuten verfehlte er das Podium nur um sechs Hundertstelsekunden. Damit scheiterte er auch erneut an der Olympianorm von 1:00,44 Minuten und stieß die Tür damit weit auf für eine Nominierung des verletzten Hendrik Feldwehr. Der Sieg ging an den Italiener Fabio Scozolli in 1:00,55 Sekunden vor Valeriy Dymo (1:00,68) aus der Ukraine und einem weiteren Italiener, Mattia Pesce (1:00,93). Trauriger Hintergrund dieses Finals: Titelverteidiger war der Norweger Alexander Dale Oen, der vor wenigen Wochen während der Vorbereitung auf die Olympische Spiele in London verstarb und gestern seinen 27. Geburtstag gefeiert hätte.

Steffen, Biedermann, Schreiber und Wallburger stark im Halbfinale

Eine starke Leistung lieferten Daniela Schreiber und Britta Steffen ab, die über die 100m Freistil in 54,53 beziehungsweise 54,71 Sekunden die schnellsten Zeiten ins Wasser bringen konnten. Auch im Finale über die 200m Freistil werden zwei DSV-Athleten zu sehen sein. Paul Biedermann liegt mit der drittschnellsten Zeit von 1:47,92 Minuten auf Kurs in Richtung Titelverteidigung. Überzeugen konnte Tim Wallburger, der in 1:47,90 Minuten die zweitschnellste Zeit des Feldes schwamm und sich damit auch für eine Nominierung für die deutsche 4x200m Freistilstaffel bei Olympia empfahl. Nur der Ungar Dominik Kozma war in 1:47,59 Minuten schneller als die beiden Deutschen.
Über die 200m Lagen verpasste Jan David Schepers als Zehnter in 2:01,71 Minuten den Finaleinzug um gut eine halbe Sekunde.

Munoz und Sjöström sprinten zu Schmetterlingstiteln

Über die 50m Schmetterling verteidigte der Spanier Rafael Munoz in 23,16 Sekunden seinen Titel. Silber ging in 23,30 Sekunden an Fred Bousquet aus Frankreich. Yauhen Tsurkin aus Weißrussland schlug drei Hundertstel dahinter auf Platz drei an. Bei den Damen ging der Titel erwartungsgemäß an Sarah Sjöström aus Schweden, die in 25,64 Sekunden die zweitbeste Zeit des Jahres weltweit schwimmen konnte. Die Estin Triin Aljand holte in 25,92 Sekunden Silber vor Ingvild Snildal (26,16).