Medisports Network

(12.08.2014) Das Warten hat ein Ende! Morgen beginnen in Berlin die Europameisterschaften der Becken- und Freiwasserschwimmer, Wasserspringer und Synchronschwimmer. Mehr als 50 Nationen schicken ihre besten Athleten ins Rennen, um in Berlin das Wasser zum kochen zu bringen!


In den kommenden anderthalb Wochen werden die Schwimmer in Berlin den Ton angeben. Mit den Wettbewerben im Freiwasserschwimmen und dem Synchronschwimmen beginnt morgen die Schwimm-EM 2014. Die Fans dürfen sich auf spannende Duelle, schnelle Rennen und Weltklasseleistungen freuen.

Die ersten Tage der Schwimm-EM 2014 stehen im Zeichen der Freiwasserschwimmer. Von Mittwoch bis Sonntag kämpfen sie auf der Regattastrecke in Grünau um die EM-Titel. Der Deutsche Schwimm-Verband hat einige heiße Eisen im Feuer. Nicht nur die Open Water Stars Thomas Lurz und Angela Maurer sind für EM-Medaillen gut.

Auch Isabelle Härle sowie Christian Reichert und Andreas Waschburger können an guten Tagen in den Kampf um die Podestplätze eingreifen. Zudem ist die deutsche Mannschaft Favorit im 5km-Team-Event. Die Zielstellung für die Freiwasserathleten des DSV liegt bei drei bis vier Medaillen - durchaus machbar für die Athleten von Trainer Stefan Lurz.

In der zweiten EM-Woche verlagert sich das Geschehen dann nach drinnen. Vom 18. bis 24. August sind die Beckenschwimmer im Berliner Velodrom gefordert. Dort, wo ansonsten die Bahnradfahrer ihre Runden drehen, gehen nun Europas schnellste Schwimmer auf Medaillenjagd. Etwa 5.000 Zuschauer werden sie dabei anfeuern können.

Sie dürfen sich auch absolute Weltklasseschwimmer freuen. Die Schwedin Sarah Sjöström greift gleich nach fünf Goldmedaillen und konnte in diesem Jahr bereits mit einem Weltrekord über die 50m Schmetterling glänzen. Auch Ungarns Multitalent Katinka Hosszu ist in Berlin zu Gast und will ihrer reichen Medaillensammlung weitere Titel hinzufügen. Über die Bruststrecken der Damen sind dank Olympiasiegerin Ruta Meilutyte und der dänischen Weltrekordhalterin Rikke Möller Pedersen Highlights vorprogrammiert.

Die Olympiasieger Yannick Agnel, Florent Manaudou (beide Frankreich) und Daniel Gyurta (Ungarn) sind die großen Stars bei den Herren. In Berlin erwartet sie starke Konkurrenz: Sprinstar Manaudou bekommt es mit dem Russen Vladimir Morozov zu tun. Gyurta hat angekündigt auf seine Paradestrecke 200m Brust zu verzichten und sich auf die 100m zu konzentrieren. Hier warten unter anderemm starke Gegnern aus Großbritannien.

Agnel trifft in Berlin auf Weltrekordhalter und DSV-Star Paul Biedermann. Nach mehr als anderthalb Jahren bekommen die Schwimmfans die beiden europäischen Stars mal wieder gemeinsam in einem Wettkampfbecken zu sehen. Biedermann geht die ganze Sache dabei recht locker an. Nach langer Verletzungspause ist die Schwimm-EM für ihn eine Standortbestimmung auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Rio - Medaillen wären toll, sind jedoch kein Muss für den Hallenser.

Neben Biedermann ruhen die deutschen Medaillenhoffnungen bei den Beckenschwimmern auch auf Marco Koch (200m Brust), Steffen Deibler (50, 100m Schmetterling) sowie den Staffeln der Herren. Hinzu kommen Überraschungskandidaten wie Markus Deibler (200m Lagen), Franziska Hentke (200m Schmetterling), Yannick Lebherz (400m Lagen) oder auch Routinier Jenny Mensing (200m Rücken).

Insgesamt werden bei den Beckenschwimmern 42 Europameister gesucht - erstmals auch in gemischten Staffeln über die 4x100m Lagen und Freistil. In den kommenden Tagen nehmen wir uns Lage für Lage die Favoriten unter den Beckenschwimmern vor und werfen einen Blick auf die Chancen der deutschen Athleten. Klickt euch also immer mal rein!

Einen Ausblick auf die Schwimm-EM 2014 gibt es auch in unserem neuen swimsportMagazine! Die Zeitschrift kann hier versandkostenfrei bestellt werden.