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(18.04.2014) Am zweiten Tag der EM-Qualifikation in Essen sind sechs weitere DSV-Schwimmer auf den Zug nach Berlin aufgesprungen. Mehrere Sportler verpassten jedoch auch die Chance, die Teilnahme an den Heim-Europameisterschaften klar zu machen.


Nach zwei von vier Wettkampftagen haben sich bei dem EM-Qualifikationswettkampf in Essen neun deutsche Schwimmer die Teilnahme an den Europameisterschaften in Berlin gesichert und „sauber“ alle DSV-Normen geknackt.

Neben dem bereits gesetzten Paul Biedermann qualifizierten sich über die 400m Freistil auch Clemens Rapp und Florian Vogel für die „EM daheim“. Rapp sicherte sich in 3:50,42 Minuten den Sieg vor Vogel (3:52,74). Die EM-Norm lag hier bei 3:54,33 Minuten.

Über die 50m Schmetterling schmetterte Steffen Deibler zum EM-Ticket. Er erfüllte die Pflichtaufgabe in 23,77 Sekunden und unterbot die EM-Norm damit um elf Hundertstel. Bei den Damen schrammte Alexandra Wenk, die zuvor alle drei Normen geknackt hatte, an der vierten und letzten EM-Hürde vorbei. In 27,01 Sekunden blieb sie um sieben Hundertstel über der geforderten Zeit.

Ohne Probleme qualifizierte sich Dorothea Brandt für die Schwimm-EM. In 31,09 Sekunden blieb sie über die 50m Brust fast neun Zehntel unter der Normzeit. Spannender machte es Caroline Ruhnau. Sie schwamm in 31,97 Sekunden genau die geforderte Norm. Zwischen die beiden hatte sich in  31,86 Sekunden noch Julia Willers geschoben. Diese hatte jedoch zuvor bereits die geforderten Normen verfehlt.

Nicht nur Ruhnau sondern auch ihr Essener Vereinskamerad Hendrik Feldwehr legte eine Punktlandung über die 50m Brust hin. Die Normzeit lag hier bei 27,99 Sekunden und Feldwehr schwamm: 27,99 Sekunden.

Den zweiten EM-Startplatz gab es für Sarah Köhler. Sie schwamm über die 400m Freistil in 4:10,71 Minuten locker unter die Norm (4:16,26). Gestern hatte sich die Frankfurterin bereits über die doppelte Distanz für die Europameisterschaften qualifiziert. Eigentlich hätte auch Jaana Ehmcke über die 400m Freistil die Chance gehabt, sich ihren EM-Startplatz zu sichern. Sie sagte jedoch den Start im Finale gesundheitsbedingt ab.

Drei Athleten hatten über die 50m Rücken der Herren die Chance auf das EM-Ticket, doch alle verfehlten die geforderte Normzeit. Äußerst knapp war es dabei bei Jan-Philip Glania, der in 25,93 Sekunden nur drei Hundertstel über der EM-Norm blieb. Etwas deutlicher verpassten Carl Louis Schwarz (26,02) und Christian Diener (26,16), die ebenfalls auf einen EM-Startplatz gehofft hatten, die EM-Norm.

Bei den Damen holte Lisa Graf in 28,92 Sekunden den Sieg vor Jenny Mensing (29,20) und Doris Eichhorn (29,43). Über diese Strecke hatte keine Schwimmerin mehr die Chance auf das EM-Ticket.

Die wichtigsten Links zur EM-Quali und dem EYOF-Ersatzwettkampf:

Bild: Tino Henschel