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(02.05.2014) Zum Auftakt des zweiten Wettkampftages bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin konnte Sprintass Dorothea Brandt ein Ausrufezeichen setzen: Über die 50m Brust stellte sie den lange anvisierten Deutschen Rekord ein. Außerdem schwamm Paul Biedermann über die 400m Freistil locker ins Finale. Steffen Deibler und Hendrik Feldwehr schwammen in den Weltranglisten unter die Top Ten.


Jubel schon in den Vorläufen bei Dorothea Brandt: Über die 50m Brust stellte die Essenerin bei der Schwimm-DM in Berlin den Deutschen Rekord ein und sorgte damit bereits am Vormittag für ein Highlight. In 30,77 Sekunden egalisierte Brandt die fast fünf Jahre alte Bestmarke von Kerstin Vogel. Diese hatte sie schon lange im Visier gehabt. Entsprechend groß war die Freude nach dem Rennen.

Mit ihrer Zeit sorgte sie auch im internationalen Vergleich für eine Top-Leistung: In der Weltrangliste liegt Brandt damit an dritter Stelle. Sie unterbot zudem die für die Qualifikation zur Schwimm-EM notwendige Vorlaufnorm (31,70). Dies gelag über die 50m Brust ansonsten nur Caroline Ruhnau (31,25).

Dieser gute Eindruck von Brandt setzte sich später über die 50m Schmetterling fort: Auch hier schwamm sie die Vorlaufbestzeit. Brandt blieb dabei sie in 26,68 Sekunden ebenso unter der EM-Norm (26,87) wie Alexandra Wenk, die in 26,72 Sekunden einen neuen Deutschen Altersklassenrekord bei den 19-Jährigen aufstellte.

Souverän absolvierte auch DSV-Star Paul Biedermann seinen ersten Auftritt bei den Meisterschaften in Berlin. Über die 400m Freistil schwamm er in 3:50,88 Minuten die zweitschnellste Zeit hinter Titelverteidiger Clemens Rapp, der vier Hundertstel vor ihm Anschlug.

Erst auf den letzten 50m zogen die beiden nebeneinander schwimmend das Tempo etwas an und dürften im Finale noch einige Schippen drauflegen können. Neben Biedermann und Rapp blieben auch Florian Vogel (3:51,12) und Poul Zellmann (3:53,58) unter der vom DSV geforderte Vorlaufnorm (3:53,80).

Auch für den Olympia-Vierten Steffen Deibler stand heute der erste Einsatz bei der Schwimm-DM auf dem Plan. Über die 50m Schmetterling schwamm der Hamburger in 23,37 Sekunden als einziger Athlet unter die DSV-Vorlaufnorm (23,84). Mit dieser Saisonbestleistung schwamm er sich in der Weltrangliste unter die Top Ten und ist nun der aktuell weltweit achtschnellste Athlet über diese Strecke.

Keine Probleme hatten die Athletinnen über die 400m Freistil mit der Vorlaufnorm. Hier schwammen die Sportlerinnen gleich reihenweise unter die EM-Normzeit. Sowohl Titelverteidigerin Sarah Köhler (4:14,17) als auch Jaana Ehmcke (4:14,23), Johanna Friedrich (4:14,87), Leonie Antonia Beck (4:16,14), Reeva Foos (4:16,25), Patricia Wartenberg (4:17,25), Antonia Massone (4:17,30) und Sabrina Marzahn (4:18,63) sowie Josephine Tesch (4:14,89) bewahrten sich ihre Chance auf einen EM-Startplatz über diese Strecke.

Ein spannendes Finale dürfte es über die 50m Rücken der Herren geben: Hier blieben fünf Athleten unter der Marke von 26,10 Sekunden, die der DSV als Vorlaufnorm festgelegt hatte. Die  Vorlaufbestzeit ging dabei an Titelverteidiger Nicolas Graesser (25,11). Auch die Trainingskollegen Christian Diener (25,40) und Carl Louis Schwarz (25,56) sowie Jan-Philip Glania (25,57) und Marco di Carli (26,03) knackten die EM-Normzeit.

Bei den Herren über die 50m Brust lieferte Hendrik Feldwehr eine starke Leistung ab. In 27,36 Sekunden blieb er nicht nur deutlich unter der EM-Norm (27,78) sondern kletterte in der Weltrangliste auf den vierten Platz. Hinter dem Briten Ross Murdoch (27,28) ist er nun zudem der zweitschnellste Europäer in diesem Jahr.

Über die 50m Rücken der Damen ging die Vorlaufbestzeit an DSV-Routinier Jenny Mensing. In 28,90 Sekunden schwamm sie dabei auf die Hundertstel genau die vom DSV geforderte Vorlaufnorm. Stark war auch die Leistung der Hallenserin Mandy Feldbinder. Sie stellte in 29,07 Sekunden einen neuen Deutschen Altersklassenrekord bei den 18-Jährigen auf. Titelverteidigerin Selina Hocke verpasste in 30,16 Sekunden als 16. deutlich den Einzug ins Finale.

Die wichtigsten Links zur Schwimm-DM 2014:

Bild: Alibek Käsler