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(07.11.2013) Im kommenden Jahr wird es es für die DSV-Schwimmer erstmals nicht ausreichen, die Normzeiten zur Qualifikation für den Saisonhöhepunkt bei den Deutschen Meisterschaften abzuliefern. Um sich ein Ticket für die in Berlin stattfindende Schwimm-EM 2014 zu sichern, müssen die Leistungen bei einem "Überprüfungswettkampf" bestätigt werden. Wie nun bekannt wurde, soll dieser vom 17. bis 20. Juli 2014 in Essen stattfinden.


Chef-Bundestrainer Henning Lambertz schraubt weiter an der Zukunft des deutschen Schwimmsports. Wie bereits berichtet, wird im kommenden Jahr erstmals eine "doppelte" Qualifikation nötig sein, um sich einen Platz im DSV-Team für die Heim-EM 2014 in Berlin (13. bis 24. August) zu sichern. Zunächst müssen die DSV-Schwimmer die geforderten Normzeiten in den Vor- und Endläufen bei den Deutschen Meisterschaften vom 1. bis 4. Mai 2014 in Berlin abliefern. Zweieinhalb Monate später müssen diese Leistungen dann im Rahmen des Überprüfungswettkampfes (ÜPW) wiederholt werden.

Dieser wird vom 17. bis 20. Juli 2014 in Essen Rüttenscheid stattfinden, wie heute in einer Pressemitteilung des Deutschen Schwimm-Verbandes erklärt wurde. „Ich freue mich sehr, dass es uns so zeitig gelungen ist, einen professionellen Ausrichter wie die SG Essen, die seit Jahren als Veranstalter nationaler und internationaler Wettkämpfe einen hervorragenden Ruf genießt, zu finden", so Henning Lambertz.

„Zu der von Vielen gewünschten Planungssicherheit der Saison 13/14 war dieser Termin der letzte offene Punkt, so dass jetzt alle Lehrgänge und Wettkämpfe feststehen und ich mit diesem Maßnahmenkatalog zuversichtlich und hoffnungsvoll auf die Vorbereitung der EM 2014 im eigenen Land schaue“, erklärte der 42-Jährige.

Die Umstellung des Qualifikationsmodus hatte Lambertz im Anschluss an die für den DSV enttäuschenden Schwimm-Weltmeisterschaften in Barcelona in die Wege geleitet. Ziel ist dabei, die deutschen Schwimmer darauf einzustellen, mehrmals im Jahr schnell zu schwimmen.

Innerhalb von vier Jahren wird damit der Qualifikationsmodus für den jeweiligen Saisonhöhepunkt bereits zum dritten Mal geändert. "Das kann natürlich dazu führen, dass das Team kleiner wird. Aber wir müssen es schaffen, nicht nur einmal, sondern zwei-, dreimal im Jahr schnell zu schwimmen", erläuterte Henning Lambertz die erneute Umstellung.

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