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(13.06.2016) Isabelle Härle war im vergangenen Jahr die erste deutsche Schwimmerin, die sich ihr Ticket für die Olympischen Spiele 2016 schnappen konnte. Mit Platz sieben bei der WM in Kasan qualifizierte sie sich für das 10km-Rennen im Freiwasser.

Nun steht auch fest, mit welchen Gegnerinnen es die Essenerin in Rio zu tun bekommt. Beim Qualifikationslauf in Setubal wurden am Wochenende die restlichen 15 Startplätze für das Olympia-Rennen vergeben.

Als Schnellste qualifizierte sich hier die Chinesin Xin Xin für Rio. Auch die Britin Keri-Anne Payne wird mit dabei sein. Sie wird damit bei allen olympischen 10km-Rennen, seit dieses Event 2008 eingeführt wurde, dabei gewesen sein. In Setubal wurden zehn Tickets für Rio über die Platzierungen im Endklassement vergeben.

Nur eine Schwimmerin pro Nation konnte sich für Rio qualifizieren. So wird zum Beispiel Kareena Lee nicht bei Olympia dabei sein, obwohl sie in Setubal auf Platz sieben landete, da kurz vorher ihre australische Team-Kollegin Chelsea Gubecka als Vierte ins Ziel gekommen war.

Hinzu kommen fünf Quotenplätze, die an die jeweils besten bisher noch nicht qualifizierte Schwimmerin eines jeden Kontinents gingen. Deutsche Schwimmerinnen waren beim Rennen in Setubal nicht am Start. Hier konnten sich nur Athletinnen aus Nationen qualifizieren, aus denen bei der WM 2015 keine Sportlerin den Sprung unter die Top Ten geschafft hatte.

Damit wären folgende 25 Sportlerinnen für Rio qualifiziert:*

Qualifiziert über die WM 2015:

  • Aurelie Muller (Frankreich)
  • Sharon van Rouwendall (Niederlande)
  • Ana Marcela Cunha (Brasilien)
  • Rachele Bruni (Italien)
  • Anastasiia Krapivina (Russland)
  • Poliana Okimoto Cintra (Brasilien)
  • Isabelle Härle (Deutschland)
  • Kalliopi Araouzou (Griechenland)
  • Haley Anderson (USA)
  • Eva Risztov (Ungarn)

Qualifiziert über Platzierungen beim Qualifikationsrennen in Setubal:

  • 1. Xin Xin (China)
  • 2. Keri-Anne Payne (Großbritannien)
  • 3. Samantha Arévalo (Ecuador)
  • 4. Chelsea Gubecka (Australien)
  • 5. Yumi Kida  (Japan)
  • 6. Michelle Weber (Südafrika)
  • 8. Joanna Zachoszcz (Polen)
  • 10. Paola Perez (Venezuela)
  • 12. Spela Perse (Slowenien)
  • 13. Jana Pechanova (Tschechische Republik)

Kontinentale Quotenplätze:

  • Europa: 14. Erika Villaecija (Spanien)
  • Amerika: 15. Stephanie Horner (Kanada)
  • Asien: 18. Heidi Gan (Malaysia)
  • Ozeanien: 31. Charlotte Webby (Neuseeland)
  • Afrika: 32. Reem Kaseem (Ägypten)

*Dabei kann es noch zu Änderungen kommen. Die nationalen Verbände müssen nun noch bestätigen, dass ihre Sportlerinnen in Rio starten sollen. Unter Umständen gab es in einigen Ländern härtere, interne Qualifikationsvorgaben.