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(09.12.2011) Am zweiten Tag der Europameisterschaften auf der 25m-Bahn in Stettin (Polen) konnte die zuletzt immer wieder in der Kritik stehende Britta Steffen mit zwei Goldmedaillen für die Highlights aus Sicht des deutschen Teams sorgen. Zunächst sicherte sie sich den Titel über die 100m Freistil, später führte sie die 4x50m Freistilstaffel zu Gold.

Olympiasiegerin Britta Steffen konnte heute bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Polen doppelt strahlen. Zunächst holte sich die Berlinerin über ihre Paradestrecke 100m Freistil in 51,94 Sekunden den Titel und verbesserte damit ihre eigene Weltjahresbestzeit um sechs Hundertstelsekunden. “Ich wusste, dass es knapp wird, aber es ist schön, auch einmal den Finger vorne zu haben. Das war abgesehen von den Hightech-Anzügen meine Bestzeit, das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind”, so Steffen. Silber ging in 52,05 Sekunden an die dänische Weltmeisterin Jeanette Ottesen vor Amy Smith (52,77) aus Großbritannien. Daniela Schreiber schwamm in 53,82 Sekunden auf Platz acht.

Gold auch für Freistilstaffel

Später holten sich Steffen und Schreiber gemeinsam mit Dorothea Brandt und DSV-Debütantin Paulina Schmiedel in 1:37,29 Minuten mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg die Goldmedaille. Dabei profitierte das Team sicher auch davon, dass die als sonst kaum zu schlagen geltenden Niederländerinnen lediglich mit einer B-Mannschaft an den Start gingen und auch dem schwedischen Quartett mit Weltmeisterin Therese Alshammar und Sarah Sjöström zwei feste Größen fehlten. Beide  Teams verfehlten die Podestplätze. Silber ging in 1:34,63 Minuten an Dänemark vor Italien in 1:38,12 Minuten.

Diener verpasst Medaillen knapp

Weitere Medaillen gab es heute nicht für die DSV-Athleten. Junioren-Weltmeister Christian Diener schwamm im Finale über die 50m Rücken in 23,75 Sekunden knapp am Podium vorbei. Den Sieg holte sich hier der Spanier Aschwin Wildeboer in 23,43 Sekunden vor dem Schweizer Flori Lang (23,57) und Pavel Sankovich (23,64) aus Weißrussland. Stefan Herbst kam in 23,99 Sekunden auf Platz acht. Gestern hatte Diener als Startschwimmer der DSV-Lagenstaffel in 23,66 Sekunden einen neuen Deutschen Altersklassenrekord aufgestellt.

Dreifaches Gold für Dänemark

Über die 800m Freistil ging der Titel in 8:07,53 Minuten an die Dänin Lotte Friis. Silber und Bronze gingen nach Spanien an Erika Villaecija Garcia (8:12,23) und Melanie Costa Schmid (8:16,28).  Isabelle Härle kam in 8:25,14 Minuten auf den sechsten Platz.

Auch der Sieg über die 50m Schmetterling ging nach Dänemark. Jeanette Ottesen, die sich zuvor noch Britta Steffen geschlagen geben musste, holte in 24,92 Sekunden vor der Estin Triin Aljand (25,51) und Sviatlana Khakhlova (25,96) aus Weißrussland die Goldmedaille.

Gold über die 200m Brust ging an Team-Kollegin Rikke Möller Pedersen 2:19,55 Minuten. Hier kamen Anastasia Chaun (2:20,84) aus Russland und die Belgierin Fanny Lecluyse (2:21,14) auf die weiteren Podestplätze.

Michalak als Zweitschnellste ins Lagenfinale

Langbahn-Weltmeister Alexander Dale Oen aus Norwegen holte sich den Titel über die 100m Brust. In 57,05 Sekunden verwieß er den Slovenen Damir Dugonjic (57,29) und Fabio Scozzoli (57,30) aus Italien auf die Plätze. Für Marco Koch blieb in 59,83 Sekunden lediglich der zehnte Platz.

Über die 100m Lagen zog Theresa Michalak als zweitschnellste der Halbfinals in den Endlauf ein. In 59,90 Sekunden musste sie lediglich der Ungarin Zsuzsanna Jakabos (59,77) den Vortritt lassen.

Titel für Cseh, Zevina und Czerniak

Über die 400m Lagen gab es einen ungarischen Doppelsieg. Laszlo Cseh setzte sich in 4:01,68 Minuten gegen Landsmann David Verraszto (4:03,03) durch. Bronze holte sich der Israeli Gal Nevo in 4:04,49 Minuten.  Die 100m Rücken der Damen entschied die Ukrainerin Daryna Zevina in 56,96 Sekunden für sich. Die Russin Anastasia Zueva (57,12) und die Dänin Nielsen (57,57) holten sich Silber und Bronze. Lokalmatador Konrad Czerniak gewann die 100m Schmetterlin in 49,62 Sekunden vor dem Russen Evgeny Korotyshkin (49,88) und Francois Heersbrandt (50,44) aus Belgien.

DSV-Team auf Platz drei des Medaillenspiegels

Im Medaillenspiegel konnte das DSV-Team damit an Gastgeber Polen auf Platz drei vorbeiziehen. Die Spitze übernahm die Mannschaft aus Dänemark, welche bereits sieben Medaillen erschwimmen konnte. An zweiter Stelle rangiert Spanien.

    Gold Silber Bronze Ges.
1 Dänemark 3 3 1 7
2 Spanien 3 2 1 6
3 Deutschland 3 1 1 5
4 Polen 3   1 4
5 Ungarn 2 2 1 5
6 Russland 1 5 1 7
7 Italien 1   3 4
8 Norwegen 1     1
  Ukraine 1     1
10 Großbritannien   1 3 4
  Österreich   1   1
  Estland   1   1
  Slowenien   1   1
  Schweiz   1   1
15 Israel     2 2
  Belgien     2 2
  Weißrussland     2 2