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(17.12.2011) Am ersten Tag des “Duel in the Pool” in Atlanta ließ das Team USA den Herausforderern aus Europa kaum eine Chance. Lediglich zwei von 14 Wettkämpfen konnten die europäischen Schwimmer für sich entscheiden. Dabei hatten die Gastgeber mehrfach bei denkbar knappen Entscheidungen auch das Glück auf ihrer Seite. Für ein Highlight hatten die US-Damen direkt zum Auftakt gesorgt. Sie stellten über die 4x100m Lagen einen neuen Weltrekord auf.

Mit 93,5 zu 28,5 Punkten dominierten die US-Schwimmer den ersten Tag des “Duel in the Pool”. Schon im ersten Wettkampf machte das Team um Superstar Ryan Lochte klar, wer der Herr im Haus ist. Über die 4x100m Lagen stellten Natalie Coughlin, Rebecca Soni, Dana Vollmer und Missy Franklin in 3:45,56 Minuten einen neuen Weltrekord auf und unterboten damit die alte Kurzbahn-Bestmarke um fast zweieinhalb Sekunden. Die europäische Staffel (Daryna Zevina, Rikke Möller Pedersen, Jeanette Ottesen, Marleen Veldhuis) hatte in 3:51,04 Minuten keine Chance. Auch bei den Herren gingen die Punkte an das Team USA. Nick Thoman, Brendan Hansen, Tyler McGill und Matt Grevers setzten sich in 3:23,55 Minuten gegen Radoslaw Kawecki, Giedrius Titenis, Konrad Czerniak und Adam Brown (3:25,77) durch.

Nur zwei Siege für Europas Schwimmer

Die einzigen beiden Siege für das Team Europa gingen auf das Konto der Damen. Über die 100m Freistil verwiesen die Niederländerin Ranomi Kromowidjojo (51,87) und Fran Halsall (51,95) aus Großbritannien die Olympiasiegerin Natalie Coughlin (52,40) deutlich auf Platz drei. Knapper ging es über die 400m Lagen zu. Hier konnte die Ungarin Katinka Hosszu in 4:24,37 Minuten erst auf der letzten Bahn an Caitlin Leverenz vorbeiziehen und die Amerikanerin um 25 Hundertstel hinter sich lassen. Auch Platz drei und damit ein weiterer Punkt ging an das Team USA in Person von Elizabeth Beisel (4:26,48).

US-Team mit Glück bei hauchdünnen Entscheidungen

Alle weiteren Entscheidungen sahen Siege der Gastgeber. Dabei ging es mitunter denkbar knapp zu. So konnte der einstige Weltrekordhalter Brendan Hansen über die 200m Brust in 2:03,62 Minuten dank einer starken letzten Bahn an Weltmeister Daniel Guyrta aus Ungarn vorbeiziehen und ihn um hauchdünne zwei Hundertstelsekunden schlagen. Dem einzigen deutschen Athleten in Atlanta, Christian vom Lehn, blieb in 2:06,84 Minuten nur Platz drei hinter US-Schwimmer Mike Alexandrov (2:05,08).
Hauchdünn fiel auch die Entscheidung über die 100m Schmetterling der Damen. Natalie Coughlin verwieß hier in 56,23 Sekunden die Dänin Jeanette Ottesen um nur eine Hundertstelsekunde auf den zweiten Platz. Dahinter schlug Dana Vollmer (USA) mit nur drei weiteren Hundertstelsekunden Rückstand an.

Drei Dreifachsiege für die Gastgeber

Über die 200m Brust der Damen und die 400m Freistil der Herren gingen alle Punkte für die ersten drei Plätze an das Team USA. Rebecca Soni (2:17,69), Amanda Beard (2:19,72) und Caitlin Leverenz (2:19,84) ließen über die 200m Brust den Europäerinnen keine Chance, von denen Rikke Möller Pedersen in 2:22,67 Minuten die beste Zeit schwamm. Über die 400m Freistil konnten Michael Klueh (3:40,05), Conor Dwyer (3:40,66) und Matt McLean (3:42,11) alle europäischen Athleten hinter sich lassen. Einen US-Dreifachsieg gab es auch über die 100m Schmetterling durch Matt Grevers (50,54), Tyler Clary (50,56) und Davis Tarwater (50,70). Zumindest konnte hier Konrad Czerniak, der zeitgleich auf Platz drei landete, zumindest für eine Punkteteilung sorgen.

Superstars Lochte und Franklin souverän

Superstar Ryan Lochte entschied die 200m Rücken in 1:48,90 Minuten souverän für sich. Radoslaw Kawecki aus Polen kam in 1:50,12 Minuten auf Platz zwei. Tyler Clary holte mit Platz drei in 1:51,22 Minuten einen weiteren Punkt für das Team USA. Bei den Damen ging der Sieg über diese Strecke an Teenage-Star Missy Franklin, die in 2:00,14 Minuten nur elf Hundertstelsekunden an ihrem beim Weltcup in Berlin aufgestellten Weltrekord vorbeischwamm. Platz zwei ging in 2:00,83 Minuten an die Britin Elizabeth Simmonds vor US-Girl Elizabeth Pelton in 2:02,16 Minuten.
Einen US-Doppelsieg gab es über die 400m Freistil der Damen. Hier setzten sich Chloe Sutton (3:58,07) und Katie Hoff (3:58,21) deutlich gegen Lotte Friis (4:00,88) durch.

Damit führt das Team USA nach 14 Entscheidungen deutlich mit 93,5 zu 28,5 Punkten. Vor allem die Herren der Gastgeber dominieren. Sie ließen nur 8,5 Punkte durch die europäischen Männer zu. Heute stehen noch 16 weitere Wettkämpfe auf dem Plan.