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(25.06.09) Gleich mehrere Paukenschläge gab es heute am zweiten Tag der Deutschen Meisterschaften in Berlin. Am Vormittag stellte Britta Steffen in 52,85 Sekunden einen neuen Weltrekord über 100 Meter Freistil auf.

Am Nachmittag zog Daniela Samulski mit Europarekord im Vorlauf über 50 Meter Rücken in 27,85 Sekunden nach. Das Kuriose daran: Ihre eigene Bestzeit und der Deutsche Rekord ist zwei Hundertstelsekunden schneller, geschwommen bei der Mare Nostrum Tour in Monaco vor wenigen Wochen. Doch damals stand noch die Bestmarke von Anastasia Zueva von 27,47 in den Rekordbüchern, welcher allerdings auf Grund dessen, dass sie ihn im damals nicht genehmigten Arena X-Glide geschwommen war, nicht offiziell anerkannt wurde. Der Deutsche Rekord von Samulski von Monaco kann nachträglich nicht als Europarekord gewertet werden, da damals keine Dopingprobe durchgeführt wurde.

Wenige Minuten zuvor hatten zunächst Helge Meeuw (24,74 Sekunden), dann einen Lauf später Thomas Rupprath (27,73) ebenfalls über die 50 Meter Rücken für neue Deutsche Rekorde gesorgt. Rupprath verbesserte damit seine alte Bestmarke um sieben Hundertstel.
Über die kurze Brustdistanz schwamm zudem Hendrik Feldwehr von der SG Essen in 27,37 Sekunden einen neuen Deutschen Rekord. Auch er war sieben Hundertstel schneller als der alte Rekord, gehalten von Weltmeister Mark Warnecke.

Trotz der starken Leistungen in den Vorläufen bleibt jedoch festzuhalten, dass in den heutigen Finals keiner der Deutschen Meister unter den vom DSV geforderten Normzeiten für die Weltmeisterschaften in Rom blieb. Annika Mehlhorn siegte über 400 Meter Lagen in 4:43,89 Minuten, Yannick Lebherz schwamm in 2:01,02 Minuten über 200 Lagen an der Norm vorbei und auch Martin Grodzki, der die 1500 Meter Freistil in 15:28,18 Minuten für sich entschied, kam nicht an die Quali-Zeit ran.
Die 4×200 Meter Freistil-Staffel der Frauen gewannen die Damen der SG Essen.